
Islam and International Relations: Exploring Community and the Limits of Universalism
Internationale Beziehungen neigen dazu, sich auf Konzepte zu stützen, die sich auf dem europäischen Kontinent entwickelt haben, wodurch die Tatsache verschleiert wird, dass ihre Geschichte weit weniger „international“ ist, als man annehmen könnte. Doch wer wird in der heutigen globalen Welt dadurch ignoriert und an den Rand gedrängt? Und welche Auswirkungen hat dies auf das Potenzial der Disziplin, die Weltpolitik zu beurteilen? Dieses Buch untersucht einen islamischen Ansatz für das „Internationale“ und zeigt, dass der Islam wichtige Erkenntnisse darüber liefern kann, wie wir IR „machen“ und wie wir diese Praxis ändern könnten, um sie inklusiver zu gestalten, während gleichzeitig die Grenzen einer „islamischen internationalen Beziehung“ aufgezeigt werden.
Das Buch untersucht Konzeptualisierungen von Gemeinschaft und Differenz in islamischen Traditionen und setzt diese Begriffe in Beziehung zu Konzepten, die in der IR als universell gelten, wie z. B. staatlich basierte Politik und die Notwendigkeit des Säkularismus.
Auf diese Weise zeigt das Buch, wie das Studium des politischen Islam dazu beitragen kann, Schlüsselkonzepte der internationalen Politik zu hinterfragen und neu zu definieren. In einer Welt, in der die Polarisierung zwischen „dem Islam“ und „dem Westen“ anhält, bietet dieses Buch der IR die Chance, einen konstruktiven Dialog mit islamischen Traditionen zu führen, um die globale Politik besser zu verstehen.