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Islamic Aesthetics: An Introduction
Es wird oft behauptet, dass die islamische Kunst mit einem ganz besonderen Bewusstsein geschaffen wurde, dass sich die islamische Kunst von anderen Kunstformen unterscheidet, dass Muslime in ihrer Kunst keine Menschen darstellen dürfen und dass die Kalligrafie die höchste islamische Kunstform ist. Oliver Leaman stellt all diese Vorstellungen in Frage und argumentiert, dass sie fehlgeleitet sind.
Stattdessen schlägt er vor, dass die Kriterien, die wir auf die islamische Kunst anwenden sollten, mit den Kriterien identisch sind, die für die Kunst im Allgemeinen gelten, und dass der Versuch, die islamische Kunst in eine besondere Kategorie zu stecken, ein Ergebnis des Orientalismus ist. Leaman kritisiert den Einfluss des Sufismus auf die islamische Ästhetik und vertritt die Auffassung, dass dieser Einfluss sowohl hinsichtlich des Wesens des Islam als auch des künstlerischen Ausdrucks im Allgemeinen irreführend ist. Er erörtert Fragen, die sich in der Malerei, der Kalligraphie, der Architektur, den Gärten, der Literatur, dem Film und der Musik stellen, und widmet den Lehren des Korans große Aufmerksamkeit.
Insbesondere stellt er die Frage, was es bedeuten würde, dass der Koran eine wundersame literarische Schöpfung ist, und er analysiert zwei Stellen im Koran - die von Yusuf und Zulaykha (Joseph und Zuleika) und König Sullayman (Salomo) und der Königin von Saba. Seine Argumente stützen sich auf Beispiele aus der Geschichte, der Kunst, der Philosophie, der Theologie und den Artefakten der islamischen Welt und werfen eine Vielzahl von Schwierigkeiten in den akzeptierten Paradigmen für die Analyse der islamischen Kunst auf.