Bewertung:

Das Buch bietet eine umfassende Erkundung der isländischen Kultur, Geschichte und der Wahrnehmung des Landes durch Einheimische und Außenstehende. Die Leser schätzen die leichte Lektüre und den informativen Inhalt, auch wenn einige den akademischen Tonfall als wenig unterhaltsam empfinden. Insgesamt bereitet das Buch die Leser gut darauf vor, Island zu erleben.
Vorteile:⬤ Interessant und informativ
⬤ leicht zu lesen
⬤ bietet großartige Einblicke in die isländische Geschichte, Kultur und Traditionen
⬤ nützlich für Reisende nach Island.
Streng akademische Sprache schmälert das Vergnügen; einige Inhalte konzentrieren sich zu sehr auf Grönland und nicht auf Island.
(basierend auf 6 Leserbewertungen)
Iceland Imagined: Nature, Culture, and Storytelling in the North Atlantic
Island, Grönland, Nordnorwegen und die Färöer-Inseln liegen am Rande Westeuropas, in einem Gebiet, das von Reisenden lange Zeit als abgelegen und exotisch dargestellt wurde - seine Natur ist rau, seine Menschen sind zurückgezogen. Seit der Mitte des 18. Jahrhunderts ist diese marginalisierte Region jedoch allmählich Teil des modernen Europas geworden, ein Wandel, der in Karen Oslunds Iceland Imagined beschrieben wird.
Diese Kultur- und Umweltgeschichte durchstreift die dramatische nordatlantische Landschaft, erforscht ihre ungewöhnliche Geografie, ihre Sagenerzählungen, ihre Sprache, Kultur und Politik und analysiert ihre Entwicklung zu einem unverwechselbaren und symbolischen Teil Europas. Die frühesten Visionen einer wilden Grenze mit gefährlichen und unberechenbaren Bewohnern wichen schließlich dem Bild schöner, gut verwalteter Länder, die von einfachen, aber tugendhaften Menschen bewohnt wurden, die nah an der Natur lebten.
Dieser Wandel wurde durch staatlich geförderte Naturgeschichten über Island erreicht, die erklärten, dass die in den Reiseberichten des Mittelalters und der Renaissance beschriebenen Ungeheuer nicht wirklich existierten, und durch Künstler, die die isländischen Landschaften malten, um ihre fruchtbaren und geregelten Qualitäten widerzuspiegeln. Literatur- und Sprachwissenschaftler, die im 19. Jahrhundert nach Island und Grönland kamen, setzten die Geschichten und Sprachen des „wilden Nordens“ mit denen ihrer Heimatländer in Beziehung.