Bewertung:

Die ersten Kapitel des Buches werden für ihren ansprechenden und informativen Inhalt gelobt, insbesondere in Bezug auf Jazz at Lincoln Center und prominente Persönlichkeiten wie Wynton Marsalis. In der zweiten Hälfte des Buches wird jedoch kritisiert, dass es sich wiederholt, zu sehr auf den europäischen Jazz fokussiert ist und es an Tiefe in Bezug auf bemerkenswerte nicht-nordische Jazzszenen mangelt. In einigen Rezensionen wird auf mögliche Vorurteile und Ungenauigkeiten in den Aussagen des Autors hingewiesen.
Vorteile:Spannende erste Kapitel, die einzigartige Einblicke bieten, insbesondere über Jazz at Lincoln Center und Wynton Marsalis. Bietet eine interessante europäische Perspektive auf den Jazz.
Nachteile:Die späteren Kapitel wiederholen sich und konzentrieren sich zu sehr auf den europäischen Jazz auf Kosten anderer bedeutender Jazzszenen, insbesondere der italienische Jazz ist unterrepräsentiert. Es gibt Behauptungen über eine implizite Voreingenommenheit gegenüber dem nordischen Jazz und Ungenauigkeiten im historischen Jazzkontext.
(basierend auf 3 Leserbewertungen)
Is Jazz Dead?: Or Has It Moved to a New Address
Is Jazz Dead? untersucht den Zustand des Jazz in Amerika an der Wende zum einundzwanzigsten Jahrhundert. Die Musiker selbst kehren zu den Stilen New Orleans, Swing und Bebop zurück, während die Arbeit der Avantgarde der 60er Jahre und sogar der Jazz-Rock der 70er und 80er Jahre weitgehend ignoriert wird.
In der Zwischenzeit kreieren Jazzmusiker aus aller Welt neue und aufregende Musik, die in den Vereinigten Staaten gerade erst zu hören ist und eine echte Alternative zu dem hierzulande grassierenden Konservatismus darstellt. Stuart Nicholsons zum Nachdenken anregendes Buch bietet eine Analyse der amerikanischen Szene, wie es zu ihrer Stagnation kam und was sie tun kann, um eine neue Ebene der Kreativität zu schaffen.
Dieses Buch wird unter Jazz-Puristen und -Musikern sicher kontrovers diskutiert werden; es wird zweifellos eine Diskussion darüber auslösen, wie sich der Jazz weiterentwickeln sollte, nachdem er nun ein anerkannter Teil der amerikanischen Musikgeschichte geworden ist. IsJazz Dead? wagt es, die Frage zu stellen, die alle Jazzfans beschäftigt: Kann der Jazz als lebendiges Medium überleben? Und wenn ja, wie?