Bewertung:

Das Buch „Is Wildness Over?“ von Paul Wapner ist eine nachdenklich stimmende Untersuchung der Beziehung der Menschheit zur Natur und befasst sich mit den Folgen unseres Strebens nach Kontrolle über die Umwelt. Es plädiert dafür, die Wildnis als Mittel zur Bekämpfung der gegenwärtigen ökologischen Krisen zu begreifen und verbindet philosophische Erkenntnisse mit praktischen Überlegungen. Viele Leserinnen und Leser finden den Text aufschlussreich, gut recherchiert und kraftvoll geschrieben, obwohl einige Bedenken hinsichtlich seiner Relevanz für verschiedene gesellschaftliche Kontexte äußern.
Vorteile:⬤ Gut recherchiert und umfassend
⬤ fördert eine kritische Neubewertung der Beziehung zwischen Mensch und Natur
⬤ ermutigt dazu, die Wildnis zu umarmen, um ökologische Krisen zu bewältigen
⬤ regt zum Nachdenken an und ist aufschlussreich
⬤ klar und verständlich geschrieben
⬤ relevant für Umweltpolitik und -erziehung
⬤ kann die Leser dazu anregen, ihren eigenen Einfluss auf die Umwelt zu überdenken.
⬤ Manche mögen die Argumente eher auf die Mittelschicht zutreffen, was die Relevanz des Buches einschränken könnte
⬤ es könnte als zu philosophisch und ohne praktische Lösungen empfunden werden
⬤ der Aufruf, die Kontrolle loszulassen, mag nicht bei denen ankommen, die sich in einer schlimmen Überlebenssituation befinden
⬤ manche Leser bevorzugen vielleicht eher direkte, handlungsorientierte Lösungen.
(basierend auf 14 Leserbewertungen)
Is Wildness Over?
Wildnis war einst ein wesentlicher Bestandteil des Lebens unserer Vorfahren, die in einer unvorhersehbaren Umgebung ums Überleben kämpften. Heute leben die meisten von uns in relativer Stabilität, abgeschirmt von den Wechselfällen der Natur. Die Wildnis ist vorbei, richtig?
Falsch, argumentiert der führende Umweltwissenschaftler Paul Wapner. Die Wildnis mag aus unserem unmittelbaren Leben verschwunden sein, aber sie ist auf die globale Ebene katapultiert worden. Der Planet selbst ist in Aufruhr geraten - kalbende Gletscher, Waldbrände, Hitzewellen, Massenaussterben und steigende Ozeane sind das neue Gesicht der Wildnis.
Wapner lehnt die von Geo-Engineering und De-Extinction angebotenen Wege ab, um die Erde unter Kontrolle zu bringen, und fordert stattdessen ein "Re-Wilding". Das bedeutet, dass wir den Wunsch nach Bequemlichkeit um jeden Preis aufgeben und eine größere Ungewissheit in unserem eigenen Leben zulassen müssen. Um uns vor dem globalen Ruin zu bewahren, ist es an der Zeit, die Welt nicht länger zu reinigen und zu beherrschen, sondern in ihr bescheiden zu leben.