
Italian Crime Fiction in the Era of the Anti-Mafia Movement
In den letzten drei Jahrzehnten hat sich in der italienischen Kriminalliteratur ein Trend zu einem höheren Maß an Realismus und Komplexität abgezeichnet. Die Ursprünge des Neuen Italienischen Epos, wie es von einigen seiner Befürworter genannt wird, sind in der weit verbreiteten Gegenreaktion gegen die von der Mafia unterstützten Morde an sizilianischen Richtern zu suchen, die 1992 in der Ermordung der Richter Giovanni Falcone und Paolo Borsellino gipfelte.
Obwohl diese produktive, populäre Bewegung ursprünglich in italienischer Sprache entstand, hat sie in jüngerer Zeit ihren Weg in die englische Sprache gefunden und damit ein viel größeres internationales Publikum gefunden. Nach einer kurzen, aber detaillierten Geschichte der kulturellen und wirtschaftlichen Entwicklung Siziliens bietet dieses Buch einen vielschichtigen Einblick in die Entwicklung des Genres der neuen italienischen Epik.
Die Werke von zehn prominenten zeitgenössischen Schriftstellern, darunter Andrea Camilleri, Michael Dibdin, Elena Ferrante und Massimo Carlotto, werden vor dem Hintergrund verschiedener historischer Epochen untersucht. Dieser „Vergangenheit ist Prolog“-Ansatz für zeitgenössische Krimis liefert den Kontext für die Entstehung dieser neueren Romane und fördert das Verständnis für die komplexe moralische Ambiguität, die für italienische Anti-Mafia-Krimis charakteristisch ist.