
Italo Calvino's Animals: Anthropocene Stories
Die Worte "Tiere des Anthropozäns" beschwören Bilder von toten Albatrossen, deren Körper mit Plastikfragmenten gefüllt sind, von Eisbären, die auf schmelzenden Eisschilden treiben, von einsamen Elefanten in der Savanne.
Zwischen der unpersönlichen Natur des großen Aussterbens und der Einzigartigkeit exotischer Individuen erscheinen diese Kreaturen weit weg und von uns getrennt. Doch die Tiere des Anthropozäns sind nicht einfach "da draußen".
Bedroht und bedroht, bevölkern sie Städte und Landschaften, oft gefangen in industriellen Farmen, Zoos und Labors. Unter ihnen gibt es auch Menschen. Italo Calvinos Tiere erforscht die Tiere des Anthropozäns mit den visionären Augen eines klassischen modernen Autors.
In Calvinos Geschichten tauchen Ameisen, Katzen, Hühner, Kaninchen, Gorillas und andere Tiere als komplexe Subjekte und Bewohner einer belagerten Welt auf. Neben ihnen erscheint eine weitere Figur im Spiegel: die des Anthropos ohne großes A, Inbegriff des subalternen Menschen mit seinen Herausforderungen und Ungleichheiten, eine begleitende Spezies auf dem schwierigen Weg der Koevolution.