Japan auf dem Höhepunkt: Das Ende der großen Ambitionen

Bewertung:   (4,5 von 5)

Japan auf dem Höhepunkt: Das Ende der großen Ambitionen (Brad Glosserman)

Leserbewertungen

Zusammenfassung:

Das Buch bietet eine aufschlussreiche Analyse Japans, die sich auf die politischen Entwicklungen und sozioökonomischen Herausforderungen des Landes konzentriert, und zwar weitgehend aus amerikanischer Sicht. Es bietet zwar wertvolle Informationen für diejenigen, die mit Japan nicht vertraut sind, hat aber erhebliche Einschränkungen in seiner Kritik an der japanischen Politik und seiner engen Metapher der nationalen Entwicklungslinien.

Vorteile:

Das Buch ist gut organisiert, dokumentiert und mit aufschlussreichen Kommentaren versehen. Es bietet einen umfassenden Überblick über die jüngste politische und sozioökonomische Landschaft Japans und ist daher für Leser, die sich für Asien und aktuelle Ereignisse interessieren, von großem Wert. Die Verwendung von umfangreichen Umfragedaten und Expertenkommentaren durch den Autor verleiht der Analyse zusätzliche Tiefe.

Nachteile:

Die Analyse erfolgt weitgehend aus der Sicht eines Außenstehenden und lässt eine detaillierte Untersuchung des japanischen politischen Systems vermissen, insbesondere der strukturellen Probleme, die der anhaltenden Machtfülle der regierenden Liberaldemokratischen Partei zugrunde liegen. Die Metapher von „Peak Japan“ wird kritisiert, weil sie zu vereinfachend ist und alternative Wege für Japans Zukunft nicht berücksichtigt. Darüber hinaus kann das Buch Leser, die ein tiefergehendes Verständnis Japans aus eigener Anschauung suchen, nicht zufriedenstellen.

(basierend auf 2 Leserbewertungen)

Originaltitel:

Peak Japan: The End of Great Ambitions

Inhalt des Buches:

Die Zeit nach dem Kalten Krieg war für Japan eine schwierige Zeit.

Ein Land, das einst für die Entwicklung einer überlegenen Form des Kapitalismus gepriesen wurde und scheinbar bereit war, die Vereinigten Staaten als größte Volkswirtschaft der Welt abzulösen, verlor Anfang der 1990er Jahre seinen Weg. Das Platzen der Blase im Jahr 1991 leitete eine Periode politischer und wirtschaftlicher Unsicherheit ein, die mehr als zwei Jahrzehnte andauerte.

Es bestand die Hoffnung, dass die Dreifachkatastrophe vom 11. März 2011 - ein massives Erdbeben, ein Tsunami und ein Unfall im Kernkraftwerk Fukushima Daiichi - Japan aus seiner Erstarrung reißen und das Land zu einem Wandel anspornen würde, der das Wachstum und den Optimismus der guten Jahre wiederherstellen würde. Brad Glosserman kommt zu dem Schluss, dass die Tatsache, dass selbst die Katastrophe nicht zu radikalen Reformen geführt hat, etwas über Japans politisches System und die japanische Gesellschaft aussagt.

Glosserman erklärt, warum sich Japan nicht verändert hat und auch nicht verändern wird, und kommt zu dem Schluss, dass die japanischen Horizonte schrumpfen und die japanische Öffentlichkeit die kühnen Ambitionen früherer Generationen und der derzeitigen Führung aufgegeben hat. Dies ist ein kritischer Einblick in das heutige Japan, der unser Denken über dieses wichtige Land prägen sollte.

Weitere Daten des Buches:

ISBN:9781626166684
Autor:
Verlag:
Sprache:Englisch
Einband:Hardcover
Erscheinungsjahr:2019
Seitenzahl:263

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