
Japanese Education and the Cram School Business: Functions, Challenges, and Perspectives of the Juku
Paukschulen (auf Japanisch juku genannt) werden oft beiläufig als ein Phänomen erwähnt, das vor allem dazu dient, den Wettbewerb und den Druck auf die Kinder zu verschärfen, aber es gibt keine gründliche Studie über ihre Funktion und ihre Arten. Die Autorin möchte zu einem differenzierteren Verständnis dieser Besonderheit des Bildungswesens beitragen, die nicht nur in Japan, sondern zunehmend auch in anderen Teilen der Welt von Bedeutung ist.
Roesgaards wichtigste Schlussfolgerung ist, dass eine klare Unterscheidung zwischen den verschiedenen Arten von juku notwendig ist, damit ihre Funktion sowie ihre Vorzüge und Nachteile richtig bewertet werden können. Obwohl juku oft als Verstärker des Wettbewerbs im japanischen Schulsystem verunglimpft werden, liefert diese Studie auch den Beweis, dass das reguläre Schulsystem ohne sie nicht funktionieren könnte. In der modernen, polarisierten Gesellschaft Japans übernehmen die juku eine Vielzahl neuer Funktionen, die in dieser Studie aufgedeckt werden sollen.
Im ersten Teil wird der Rahmen abgesteckt und eine Typologie der juku vorgestellt. Es folgt eine allgemeine Beschreibung der Akteure, juku, sowie Beschreibungen bestehender juku aus den identifizierten Kategorien auf der Grundlage persönlicher Interviews. Im letzten Teil werden die Implikationen der Existenz von juku im Hinblick auf politische Maßnahmen, ihre Beziehung zu bestimmten neuen Merkmalen des japanischen Bildungswesens (z. B. die 5-Tage-Schulwoche) und die mit den juku verbundenen Kosten und Gewinne diskutiert.
Ein wissenschaftliches Werk, das für Japanologen und vergleichende Erziehungswissenschaftler von Interesse sein wird... Es gibt nichts anderes, das genau den gleichen Bereich abdeckt, und es besteht eindeutig ein Bedarf an einem solchen Buch auf der Leseliste. (externer Rezensent)