Bewertung:

Das Buch ist eine Sammlung von Kurzgeschichten, die hauptsächlich im postkolonialen Kongo und teilweise in den USA in den 1960er Jahren spielen. Es untersucht die Komplexität der neuen Regierungsführung, den traditionellen Glauben und den Einfluss von Musik und Kunst. Der Schreibstil wird für seine Schönheit und sein Engagement gelobt, und die Geschichten behandeln sowohl persönliche als auch politische Themen.
Vorteile:⬤ Gut geschrieben mit fesselnden und einzigartigen Geschichten
⬤ zum Nachdenken anregende Themen in Bezug auf Politik und Kultur
⬤ effektive Erforschung der Beziehung zwischen traditionellem Glauben und moderner Regierung
⬤ schön gestaltete Sprache
⬤ schnelles und angenehmes Lesen.
Einige Geschichten könnten nicht bei allen Lesern Anklang finden, insbesondere bei denen, die bestimmte Genres wie Science-Fiction nicht mögen, wie in der Titelgeschichte erwähnt; die emotionale Verbindung zu bestimmten Themen wie Jazz kann bei den Lesern unterschiedlich sein.
(basierend auf 2 Leserbewertungen)
Jazz and Palm Wine
In dieser Sammlung von Kurzgeschichten des renommierten Autors Emmanuel Dongala treffen Jazz, Außerirdische und Hexerei aufeinander.
Der Einfluss der Kongo-Kultur ist in allen Geschichten spürbar, denn hier prallen gewohnheitsmäßige Glaubensvorstellungen auf die Vorstellungen der Parteien von wissenschaftlichem und rationalem Denken. In der ersten Hälfte von Jazz und Palmenwein überwinden die Protagonisten die jahrzehntelange koloniale Ausbeutung im Kongo, um sich dann mit der lästigen Bürokratie, den repressiven Rechtssystemen und den korrupten Regierungen der postkolonialen Ära auseinanderzusetzen.
Die herrschende politische Partei versucht, Ordnung und wissenschaftliches Denken durchzusetzen, während die Bevölkerung mit Dürre, Unfruchtbarkeit und unmöglichen Vorschriften und Maßnahmen zu kämpfen hat; beide Seiten mischen Hexerei, Diplomatie und Gewalt in ihren Bemühungen um das Überleben. Die zweite Hälfte des Buches spielt in den Vereinigten Staaten während der turbulenten Bürgerrechtskämpfe in den 1960er Jahren. In der Titelgeschichte kommen afrikanische und amerikanische Führer zusammen, um die Welt vor Außerirdischen zu retten, indem sie Unmengen von Palmwein servieren und amerikanischen Jazz spielen.
Die Geschichten in Jazz und Palmwein regen zu Gesprächen über Identität, Rasse und Koexistenz an und bieten eine Kontextualisierung und eine historische Dimension, die oft schmerzlich vermisst wird. Durch diese Kollisionen und Zusammenstöße schlägt Dongala einen Weg zu rassischer Harmonie, friedlicher Koexistenz und individueller Freiheit durch künstlerisches Schaffen vor.