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Jean-Fran ois Lyotard, der in der englischsprachigen Welt vor allem durch sein Buch The Postmodern Condition bekannt ist, war einer der wichtigsten und komplexesten französischen Denker des 20.
Jahrhunderts. In dieser neuen kritischen Biografie zeichnet Kiff Bamford den facettenreichen, manchmal überraschenden Weg von Lyotards Leben und Werk nach.
Bamfords Buch ist das erste, das Lyotards Werk und Ideen in den größeren Kontext seines Lebens und seiner Zeit stellt. Er entschlüsselt die Stoßrichtung von Lyotards wichtigsten philosophischen Argumenten, sein Ringen mit dem Denken und seine Konfrontation mit der Aufgabe, anders über Philosophie zu schreiben und zu denken. Bamford achtet darauf, diese in ihrem jeweiligen Kontext zu verorten: dem Algerienkrieg, der experimentellen Universität in Vincennes und Lyotards anhaltender Beschäftigung mit der bildenden Kunst.
Das Misstrauen des Philosophen gegenüber einfachen Erzählungen und seine Ablehnung der Selbstbestimmung helfen, das Buch zu gestalten. Nur wenn Bamford diese vorgeschriebenen Vorsichtsmaßnahmen befolgt, kann er ein überzeugendes Porträt eines schwierigen Themas präsentieren.