Bewertung:

Das Buch über Sibelius hat gemischte Kritiken erhalten. Einige loben seine nützlichen Erkenntnisse für diejenigen, die ein gutes theoretisches Verständnis von Musik haben, während andere es für seinen Mangel an Klarheit und praktischen Musikbeispielen kritisieren.
Vorteile:⬤ Nützlich und durchdacht für diejenigen mit theoretischem Verständnis
⬤ interessanter Kontext über Sibelius und seinen kulturellen Einfluss
⬤ nicht auf die Musikwissenschaft beschränkt, ermöglicht eine breitere Erforschung.
⬤ Sehr technische Sprache, der es an Erklärungen mangelt
⬤ Fehlen von Musikbeispielen zur Veranschaulichung von Konzepten
⬤ wird als schlecht geschrieben und nicht wissenschaftlich beschrieben
⬤ einige Rezensionen bezeichnen es als Schreiben auf Undergraduate-Niveau.
(basierend auf 2 Leserbewertungen)
Jean Sibelius and His World
Neue Perspektiven auf den größten finnischen Komponisten aller Zeiten
Vielleicht hat kein Komponist des zwanzigsten Jahrhunderts bei der musikbegeisterten Öffentlichkeit so unterschiedliche Reaktionen hervorgerufen wie Jean Sibelius (1865-1957). Ursprünglich wurde er von einem Großteil der angelsächsischen Welt als neuer Beethoven gefeiert, aber auch von Kritikern, die für neuere Trends in der Musik empfänglicher waren, wurde er weitgehend verunglimpft. Auf dem Höhepunkt seiner Popularität wurde er als Verkörperung des finnischen Nationalismus und als Apostel eines neuen musikalischen Naturalismus verehrt. Und doch scheint er sich zu diesem Zeitpunkt entschieden zu haben, ganz mit dem Komponieren aufzuhören, obwohl er noch drei weitere Jahrzehnte lebte. Jean Sibelius und seine Welt bietet einen breiten kulturellen Kontext, stellt die gängigen Vorstellungen über die Moderne in Frage und hinterfragt die Begriffe Landschaft und Natur. Das Buch wirft ein neues Licht auf die kritische Position von Sibelius in der westlichen Musiktradition.
Die Aufsätze in diesem Buch befassen sich mit so unterschiedlichen Themen wie dem Einfluss russischer Musiktraditionen auf Sibelius, seinem Kompositionsprozess, Sibelius und das Theater, seinem Verständnis von Musik als fließende und improvisierte Schöpfung, seiner kritischen Rezeption in Großbritannien und Amerika, seinem späten Stil in der Bühnenmusik zu The Tempest und den parallelen zeitgenössischen Karrieren von Sibelius und Richard Strauss.
Zu den Dokumenten gehören der Entwurf von Sibelius' Vortrag über Volksmusik aus dem Jahr 1896, Auszüge aus einem Schlüsselroman über seinen Studentenkreis im Berlin der Jahrhundertwende, Theodor Adornos kurze, aber kontroverse Tirade gegen den Komponisten und die Zeitungsdebatten über das Sibelius-Denkmal, das ein Jahrzehnt nach dem Tod des Komponisten in Helsinki enthüllt wurde.
Die Beiträge stammen von Byron Adams, Leon Botstein, Philip Ross Bullock, Glenda Dawn Goss, Daniel Grimley, Jeffrey Kallberg, Tomi M kel, Sarah Menin, Max Paddison und Timo Virtanen.