
Beyond Stalemate: The Second Indochina War as a Genocidal War System
In der Geschichtsschreibung zum 2. Indochinakrieg (gemeinhin als Vietnamkrieg bezeichnet) gibt es in Bereichen, in denen man einen Konsens erwarten würde, wider Erwarten eher Divergenzen als eine Annäherung.
Zum Beispiel ist die Frage, wer den Krieg gewonnen hat, keineswegs geklärt. Zur Debatte stehen auch Fragen wie der Zeitpunkt des Krieges, die Gründe für den Krieg, die Art der Kriegsführung, die Art des Krieges und die Frage, wer, wenn überhaupt, den Krieg begonnen hat. Man kann also sagen, dass sich die „Kontroversen“ dieses Konflikts qualitativ von den normalen historischen Kontroversen unterscheiden.
Dies ist auf die große Zurückhaltung im westlichen Diskurs zurückzuführen, sich direkt mit der Tatsache auseinanderzusetzen, dass die vorsätzliche und systematische Massentötung von Zivilisten (vor allem durch Luftangriffe) ein wesentlicher Bestandteil der US-Bemühungen war. Wenn diese zentrale Tatsache zusammen mit anderen vernachlässigten, aber wichtigen Aspekten vollständig in eine Analyse der US-Taktiken einbezogen wird, wird deutlich, dass die USA niemals versuchten, einen Krieg zu gewinnen, sondern vielmehr versuchten, den Ländern und Völkern Indochinas ein Höchstmaß an Zerstörung zuzufügen - ein Akt des Völkermords.