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Beyond Thalassocracies: Understanding Processes of Minoanisation and Mycenaeanisation in the Aegean
Beyond Thalassocracies zielt darauf ab, die Art und Weise zu bewerten und zu überdenken, in der Archäologen sich den verschiedenen Prozessen nähern, sie verstehen und analysieren, die mit dem Kulturwandel im Zusammenhang mit interregionalen Kontakten verbunden sind, wobei als Testfall die Welt der Ägäis während der späten Bronzezeit (ca. 1600-1100 v.
Chr.) dient. In den 14 Kapiteln werden verschiedene Aspekte der Phänomene der Minoisierung und der Mykenisierung verglichen und gegenübergestellt, die beide das grundlegende Merkmal des Wandels der materiellen Kultur in den Gemeinschaften der Ägäis teilen. Dieser Wandel wurde durch Trends vorangetrieben, die sich in den dominierenden Palastgemeinschaften der jeweiligen Periode der Bronzezeit manifestierten.
In den letzten zehn Jahren hat sich unser Verständnis der Entwicklung und Funktionsweise dieser Prozesse erheblich verändert. Während die aktuellen Diskussionen über die Minoisierung bereits von neueren theoretischen Trends geprägt sind, insbesondere in den Studien zur materiellen Kultur und der postkolonialen Theorie, wird der Prozess der Mykenisierung immer noch sehr stark entlang traditioneller Erklärungsmuster konzeptualisiert.
Da die beiden Phänomene in zeitlicher Abfolge auftraten, ist es sinnvoll, sich bei einer Neubewertung ihrer Natur und Bedeutung auf die Regionen des Ägäischen Beckens zu konzentrieren, die von beiden Prozessen betroffen waren, und ihre Gemeinsamkeiten und Unterschiede herauszustellen. Im vorliegenden Band konzentrieren wir uns daher auf die südliche und östliche Ägäis, insbesondere auf die Kykladen, den Dodekanes und die nordöstlichen Inseln der Ägäis.