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Beyond the Risk Paradigm in Criminal Justice
Der Prozess der Risikobewertung, die daraufhin eingeleiteten Maßnahmen und Behandlungen sowie die zugrunde liegende Theorie sind von zentraler Bedeutung für die Verwaltung von Strafrechtsprogrammen auf der ganzen Welt. Die meisten Jugend- und Erwachsenenvollzugsanstalten führen routinemäßig Risikobewertungen durch, die dann als Grundlage für die Art und Intensität der anschließenden strafrechtlichen Interventionen dienen.
In diesem einzigartigen und wichtigen Text hat sich ein Team von weltweit führenden Forschern auf dem Gebiet der Strafjustiz zusammengetan, um dieses Risikoparadigma zu kritisieren und Fachleuten, Studenten und Akademikern eine praktische Anleitung zu geben, wie sie zu einer effektiveren Arbeitsweise mit Straftätern übergehen können.
Das Buch ist in drei Abschnitte unterteilt und behandelt unter anderem folgende Themen:
- Die Entwicklung der Risikobewertung in der strafrechtlichen Praxis sowie ihre Vor- und Nachteile.
- Die Bedeutung der Risikofaktorenforschung für das Verständnis und die Erklärung von Jugendkriminalität - sowie die Probleme, die sie schafft.
- Das Argument, dass das Risikoparadigma der Vielfalt nicht gerecht wird und Frauen, ethnische Minderheiten und andere marginalisierte Gruppen weiter benachteiligt.
- Die verschiedenen Arten, wie das tatsächliche oder eingebildete Risiko von Straftätern im Rahmen des Risikoparadigmas reguliert wurde, der starke Einfluss der Medienberichterstattung und die Möglichkeiten, über das Risiko hinauszugehen, um die erfolgreiche Wiedereingliederung von Straftätern zu unterstützen.
- Wege für strafrechtliche Interventionen, die sich nicht auf das Risiko stützen, sondern sich vielmehr auf die äußerst wichtigen Aspekte des sozialen Kontextes, der Beziehungen und der Motivation konzentrieren.
Durch die enge Verknüpfung von Theorie und Praxis bietet "Beyond the Risk Paradigm in Criminal Justice" eine neue Richtung für die Arbeit der Strafjustiz.