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Beyond the Risk Paradigm in Mental Health Policy and Practice
Die moderne Gesellschaft beschäftigt sich zunehmend mit Zukunftsängsten und dem Gedanken, "das Schlimmste" zu verhindern. Das Ergebnis ist der Versuch, die Wahrscheinlichkeit des Eintretens von negativen Ereignissen zu berechnen - mit anderen Worten, das Risiko zu messen. Seit den 1990er Jahren dominiert der Risikogedanke die Politik und Praxis im Bereich der psychischen Gesundheit in den USA, Australasien und Europa.
In diesem zeitgemäßen neuen Text untersucht eine Gruppe internationaler Experten, auf welche Weise die enge Fokussierung auf bestimmte Arten von Risiken, wie z. B. Gewalt gegen andere, die soziale Benachteiligung von Nutzern psychosozialer Dienste aufrechterhält, während gleichzeitig die große Bandbreite der Risiken ignoriert wird, denen die Nutzer selbst ausgesetzt sind. Das Buch stützt sich auf die umfassende Praxiserfahrung der Autoren und zeigt auf, wie die Dominanz des Risikoparadigmas zu Dilemmata in psychosozialen Organisationen, in der Führung und in der direkten Praxis führt. Es bietet praktische Lösungen für diese Dilemmata, die sowohl der Berufsethik gerecht werden als auch die Erfahrungen der Dienstleistungsnutzer verbessern.
Diese jüngste Ergänzung der Palgrave-Reihe Beyond the Risk Paradigm kombiniert die Untersuchung von Schlüsseltheorien und -konzepten mit Einblicken in die Praxis an vorderster Front und bietet eine wichtige neue Dimension für die Debatten über die psychische Gesundheitsversorgung.