
Jeppe Hein: This Way
Jeden Tag legen wir bewusst und unbewusst verschiedene Arten von Entfernungen zurück - Entfernungen im wörtlichen und übertragenen Sinne, physische und geistige. Das Werk des dänischen Künstlers Jeppe Hein (geb.
1974) und seine Inszenierung im Kunstmuseum Wolfsburg greifen dieses Thema auf. In einem Labyrinth aus Räumen, Wegen, Kreuzungen und Plätzen begegnet der Besucher nicht nur den minimalistisch, kinetisch und sozial orientierten Werken Heins, sondern wird auch mit neuen und ortsspezifischen Arbeiten überrascht.
Nach seinem Burnout im Dezember 2009 hat der Künstler sein Materialspektrum erweitert: Klang, Resonanz, Stille, Düfte oder Atem prägen seine neuen Arbeiten und spiegeln seine Auseinandersetzung mit östlichen Philosophien und Praktiken wie Buddhismus, Yoga und Meditation wider. Der Katalog ist so persönlich wie sein Aquarelltagebuch in der Ausstellung, denn Hein wird als Künstler und Mensch in einem sehr offenen Gespräch mit Kuratorin Uta Ruhkamp sowie in Essays von Finn Janning und Peter Hoeg greifbar.