Bewertung:

Das Buch „Jesus der Pharisäer“ von Hyam Maccoby stellt eine umstrittene Interpretation des Lebens und der Lehren Jesu dar und behauptet, dass er der pharisäischen Bewegung angehörte und nicht die Absicht hatte, das jüdische Gesetz abzuschaffen. Während einige Leser Maccobys Einsichten als augenöffnend und informativ empfinden, kritisieren andere das Buch für das Fehlen solider Beweise und die zu starke Vereinfachung der Vielfalt des Judentums im 1. Die Rezensionen spiegeln eine Spaltung zwischen denjenigen wider, die in der erneuten Untersuchung des Kontextes von Jesus einen Wert sehen, und denjenigen, die die Argumente des Autors als voreingenommen und schlecht belegt betrachten.
Vorteile:Maccoby liefert ein überzeugendes Argument, das Jesus in den pharisäischen Kontext einordnet und nahelegt, dass viele seiner Lehren nicht originell waren. Das Buch wird für seine gründliche Recherche und dafür gelobt, dass es herkömmliche Ansichten über Jesus und die Pharisäer in Frage stellt und dem Leser hilft, das Judentum des ersten Jahrhunderts besser zu verstehen.
Nachteile:Kritiker bemängeln, dass es dem Buch an soliden Beweisen für seine Behauptungen mangelt und dass Maccobys Darstellung des Judentums des ersten Jahrhunderts als monolithisch fehlgeleitet ist. Einige Rezensenten halten die Perspektive des Autors für voreingenommen gegenüber dem Christentum und weisen auf innere Widersprüche in seinen Argumenten hin. Außerdem wird behauptet, dass der Autor nicht angemessen auf die Auswirkungen des Glaubens der Apostel nach der Kreuzigung eingeht.
(basierend auf 8 Leserbewertungen)
Jesus the Pharisee
In diesem Text stellt Hyam Maccoby die kontroverse These auf, dass Jesus den Pharisäern nicht nur freundlich gesinnt war, sondern sogar zu ihrer Gruppe gehörte.
Er versucht, ein neues Licht auf die Beziehung zwischen Jesus und Johannes dem Täufer zu werfen, indem er den politischen Aspekt ihrer Bewegungen und ihr Festhalten an der Tora untersucht. Er untersucht Beweise aus den rabbinischen Quellen, um eine starke Affinität zwischen Jesus und den Pharisäern aufzuzeigen, und erörtert bisher missverstandene oder ignorierte Geschichten über Jesus, die im Talmud zu finden sind.
Das Buch rehabilitiert die Pharisäer und zeigt anhand des Neuen Testaments, dass es eine Kontinuität zwischen Pharisäertum und Rabbinertum gibt. Es dürfte sich als einflussreich für die Strategie zur Bekämpfung des Antisemitismus erweisen.