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John Maynard Keynes ist der größte Wirtschaftswissenschaftler des 20. Jahrhunderts. Er löste eine intellektuelle Revolution aus, die die Wirtschaftstheorie und die Politikgestaltung veränderte. Dieses Buch, das in einfachem Englisch und mit minimalem mathematischen Aufwand geschrieben ist, ist eine prägnante und gründliche Darstellung seiner wichtigsten Ideen.
Keynes, so argumentiert Mark Hayes, zeigte, dass die Wirtschaftswissenschaft eine Wissenschaft des Denkens in Modellen ist, in der der Fortschritt davon abhängt, dass man erkennt, wann etablierte Modelle veraltet sind und neue Modelle benötigt werden. Hayes skizziert, wie Keynes dies tat, und zeichnet seine Entwicklung vom „klassischen“ Modell, das er geerbt hatte, bis zu seinem Meisterwerk, der Allgemeinen Theorie der Beschäftigung, des Zinses und des Geldes, und darüber hinaus nach. Die intellektuelle Erzählung wird in ihren historischen Kontext gestellt, von der Friedenskonferenz in Versailles 1919 bis Bretton Woods. Die letzten Kapitel befassen sich mit den Auswirkungen von Keynes' Vermächtnis, einschließlich seiner Bedeutung für die Reform des Euro.
Diese gelungene Studie ist nicht nur eine umfassende Einführung für Studenten und allgemeine Leser, sondern auch eine kristallklare Demonstration, wie Keynes' Denken von entscheidender Bedeutung ist, um zu verstehen, warum die heutige Wirtschaft ihre alten Modelle über Bord werfen und einen tiefgreifenden Wandel einleiten muss.