Bewertung:

Capaldis Biografie bietet eine nuancierte Untersuchung von John Stuart Mill, die seine intellektuelle Entwicklung und den Kontext seines Werks hervorhebt und zeitgenössische Interpretationen in Frage stellt. Während sie für ihre Tiefe und ihren Einblick gelobt wird, wünschen sich einige Rezensenten eine umfassendere Darstellung von Mills Leben.
Vorteile:Die Leser schätzen die intellektuelle Tiefe von Capaldis Biografie und erkennen sie als Korrektiv zu den zeitgenössischen analytischen Lesarten von Mill. Sie bietet ein gründliches kontextuelles Verständnis von Mills Arbeit und intellektuellem Wachstum und beleuchtet, wie verschiedene Einflüsse seine Ideen geprägt haben. Das Buch gilt als wertvolle Quelle für Philosophen und Ethikinteressierte.
Nachteile:Einige Rezensenten sind der Meinung, dass die Biografie länger sein und mehr von Mills Leben abdecken sollte. Es gibt Lücken in der Darstellung, die dazu führen könnten, dass sich die Leser mehr Details über bestimmte Aspekte von Mills Leben und Werk wünschen.
(basierend auf 4 Leserbewertungen)
John Stuart Mill: A Biography
Nicholas Capaldis Biografie von John Stuart Mill zeichnet die Zusammenhänge zwischen Mills zahlreichen Bestrebungen nach und untersucht die Bedeutung seiner Beiträge zur Metaphysik, Erkenntnistheorie, Ethik, sozialen und politischen Philosophie, Religionsphilosophie und Bildungsphilosophie. Capaldi zeigt, wie Mill von seinem Vater James Mill und Jeremy Bentham, den beiden prominentesten philosophischen Radikalen des frühen 19.
Jahrhunderts, auf sein Leben vorbereitet wurde. Mill lehnte sich jedoch gegen diese Erziehung auf und schloss Freundschaft mit Thomas Carlyle und Samuel Taylor Coleridge, die ihn mit der Romantik und dem politischen Konservatismus bekannt machten. Ein besonderes Merkmal dieser Biografie ist die Aufmerksamkeit, die Mills Beziehung zu Harriet Taylor gewidmet wird.
Niemand übte einen größeren Einfluss auf ihn aus als die Frau, die er schließlich heiraten sollte. Capaldi zeigt, wie tief ihr Einfluss auf Mills Denken über die Emanzipation der Frau war.
Nicholas Capaldi war bis vor kurzem McFarlin-Stiftungsprofessor für Philosophie und Forschungsprofessor für Recht an der Universität von Tulsa. Er ist der Gründer und frühere Direktor des Fachbereichs Rechtswissenschaften. Sein Hauptinteresse in Forschung und Lehre gilt der öffentlichen Ordnung und ihren Überschneidungen mit Politikwissenschaft, Philosophie, Recht, Religion und Wirtschaft.
Er ist Autor von sechs Büchern, darunter The Art of Description (Prometheus, 1987) und How to Win Every Argument (MJF Books, 1999), von über fünfzig Artikeln und Herausgeber von sechs Anthologien. Vor kurzem wurde er mit dem Templeton Foundation Freedom Project Award ausgezeichnet.