
Joseph Conrad and the Voicing of Textuality
Joseph Conrad und die Stimme der Textualität bietet einen originellen Zugang zu Conrads Werk, der in der Linguistik und der psychoanalytischen Theorie wurzelt. Claude Maisonnat bietet einen neuen Einblick in die Poetik der Textualität, indem er das Konzept der Textstimme einführt, im Gegensatz zu den traditionellen Konzepten der Autorenstimme und der Erzählstimme.
Verstanden als Hauptvektor der Poetik eines Textes, ist die Textstimme ein Ableger der Lacan'schen Objektstimme, die auf einen literarischen Kontext zugeschnitten ist. Sie ermöglicht es dem Leser, tief verborgene Motivationen aufzudecken und ungeahnte Verbindungen zum biographischen Hintergrund der Texte wahrzunehmen. Zugleich bietet sie neue Wege zur Strukturierung des close reading und eröffnet Einblicke in die Geheimnisse der Schöpfung.
Maisonnat bietet aufschlussreiche Lektüren von Conrads bekanntesten und weniger verbreiteten Werken und entwickelt gleichzeitig einen theoretisch reichhaltigen Rahmen für die Auseinandersetzung mit den Begriffen Stil und Stimme in der Literatur. Dieses Buch ist Band 26 der Reihe Conrad: Eastern and Western Perspectives, herausgegeben von Wieslaw Krajka.