
Joseph Conrad's Texts and Intertexts: In Honor of Professor Wieslaw Krajka
Joseph Conrads Texte und Intertexte. In Honour of Professor Wieslaw Krajka ist eine Sammlung von Studien, die verschiedene Aspekte von Joseph Conrads literarischer Kunst untersuchen, wobei die Leitgedanken Textualität und Intertextualität sind, die beide weit gefasst werden.
Intertextuelle Beziehungen werden im Sinne des Einflusses der literarischen, kulturellen und philosophischen Tradition auf sein Werk wahrgenommen, aber auch im Sinne von Affinitäten zwischen und Abweichungen von den Werken seiner Vorgänger (Miquel Cervantes, John Milton, postmiltonische Tradition), Zeitgenossen (Henry James, H. G. Wells) und denjenigen, die ihm folgten (Aksel Sandemose, Premendra Mitra) und seine Werke adaptierten (Jnos Gosztonyi).
Die Textualität wird unter dem Gesichtspunkt der künstlerischen Gestaltung seiner Texte betrachtet, aber auch als Mittel, um die Interpretationswege und thematischen Interessen zu ermitteln, insbesondere die sozialen, moralischen und wirtschaftlichen Fragen, die er in seinen Romanen behandelt. In den Aufsätzen werden verschiedene theoretische Perspektiven angewandt, die von der Bakht'schen Ethik und der Lacan'schen Kritik bis zur Philosophie von Jean-Franois Lyotard und der Soziologie von Georg Simmel reichen.
Thematisch befassen sich die Aufsätze mit so unterschiedlichen Themen wie Eskapismus, Weiblichkeit, Kunst, unerlaubtes Verhalten, Treue, Geheimhaltung, Isolation, Immigration, Anderssein, Terrorismus und soziale Gleichheit. Jede neue Lektüre enthüllt Conrads künstlerisches Genie, indem die Autoren sowohl die von der Kritik hochgelobten als auch die weniger bekannten Werke neu bewerten. Aus dieser Konstellation der internationalen Wissenschaft ergibt sich ein gemeinsames Merkmal, das in Conrads Werken zu erkennen ist, sowohl wenn sie allein analysiert werden als auch in der Gegenüberstellung mit denen anderer Autoren: Ambivalenz.
Sie regt zu immer neuen Interpretationen an und verweist auf Conrads unvergleichliche Fähigkeit, den Leser zu provozieren, künstlerische und ethische Dimensionen seines Werks immer wieder neu zu entdecken. Dieses Buch ist Band 32 der Reihe Conrad: Eastern and Western Perspectives, herausgegeben von Wieslaw Krajka.