
Rewriting Joyce's Europe: The Politics of Language and Visual Design
Rewriting Joyce's Europe beleuchtet, wie der Text und die physische Gestaltung von James Joyces zwei anspruchsvollsten Werken, Ulysses und Finnegans Wake, die Veränderungen widerspiegeln, die Europa zwischen dem Ersten und Zweiten Weltkrieg veränderten. Tekla Mecsn ber blickt über den gemeinhin untersuchten irischen historischen Kontext dieser Werke hinaus und fordert mehr Aufmerksamkeit für ihren Platz in den breiteren kulturellen und politischen Prozessen der Zwischenkriegszeit.
Die 1922 und 1939 veröffentlichten Werke Ulysses und Finnegans Wake zeugen von Joyce' großem Interesse an der Namensgebung, der Sprachwahl und den visuellen Aspekten des Schreibens. Mecsn ber zeigt die Verbindungen zwischen diesen literarischen Erkundungen und der realen Neuvermessung der nationalen Grenzen, die oft mit der Einführung neuer Ortsnamen, Sprachen und Alphabete einherging. Neben umfangreichen Recherchen in Zeitungsarchiven und genetischer Kritik liefert Mecsn ber die erste umfassende Analyse der Bedeutungen, die die typografische Gestaltung früher Ausgaben von Joyce' Texten suggeriert.
Mecsn ber argumentiert, dass Joyce' Faszination für die visuelle Natur des Schreibens nicht nur als Motiv in seinen Büchern auftaucht, sondern auch in der aktiven Rolle des Schriftstellers innerhalb der europäischen und nordamerikanischen Druckkultur zu sehen ist, da er das Design seiner veröffentlichten Werke beeinflusste. Diese aufschlussreiche Studie verdeutlicht die anhaltende - und oft überraschende - politische Bedeutung von Entscheidungen über die Verwendung und visuelle Darstellung von Sprachen.
Ein Band der Florida James Joyce Series, herausgegeben von Sebastian D. G. Knowles.