Judenrat: Die Judenräte in Osteuropa unter der Nazi-Besatzung

Bewertung:   (4,7 von 5)

Judenrat: Die Judenräte in Osteuropa unter der Nazi-Besatzung (Isaiah Trunk)

Leserbewertungen

Zusammenfassung:

Die Rezensionen bieten eine gemischte Perspektive auf das Buch, das als wichtige Quelle über die jüdischen Komitees (Judenrat) während der Nazi-Besatzung in Polen anerkannt ist. Es ist gut dokumentiert, weist aber erhebliche Mängel auf, vor allem was den Rückgriff auf eine einzige Quelle betrifft.

Vorteile:

Das Buch ist gut dokumentiert, umfassend und gilt als Schlüsselquelle für das Studium der Geschichte des Judenrats in Osteuropa während des Zweiten Weltkriegs. Es stellt die schwierige Situation der jüdischen Gemeinden detailliert dar und beleuchtet ihre Versuche, ihr Volk zu retten.

Nachteile:

Der Autor stützt sich stark auf eine einzige Quelle, die Memoiren von Pawal Wiederman, was Zweifel an der Zuverlässigkeit einiger Zitate und Informationen aufkommen lässt. Kritiker merken an, dass das Buch nicht angemessen auf die möglichen Probleme eingeht, die sich aus der Verwendung dieser Quelle ergeben, insbesondere aus dem rekonstruierten Charakter bestimmter Berichte.

(basierend auf 5 Leserbewertungen)

Originaltitel:

Judenrat: The Jewish Councils in Eastern Europe Under Nazi Occupation

Inhalt des Buches:

Während des Zweiten Weltkriegs lebten mehr als fünf Millionen Juden in Osteuropa unter der Naziherrschaft. Im besetzten Polen, den baltischen Ländern, Weißrussland und der Ukraine wurden sie ihres Eigentums beraubt und in Ghettos „umgesiedelt“.

Die deutschen Behörden richteten in jedem Ghetto einen Judenrat ein, der für einen minimalen Lebensstandard sorgen sollte. Der Judenrat musste die Anweisungen der Nazis gegen andere Juden ausführen, Zwangsarbeit leisten und schließlich an der Endlösung mitarbeiten. Haben die jüdischen Führer der Ghettos, die ebenfalls Opfer waren, ihre Mörder unterstützt? Wenn die Zusammenarbeit mit den Nazi-Unterdrückern in der ersten Phase der Organisation der Ghettos moralisch vertretbar war, wie sieht es dann später aus, als die Deportationen in die Todeslager begannen? Trunk analysiert die Situationen, in denen die Räte und die Ghetto-Polizei gezwungen waren, ihre eigenen Gemeinschaften in den Tod zu schicken.

Einige Ratsmitglieder zogen es vor, Selbstmord zu begehen, anstatt den Nazis Listen zu liefern; andere wendeten Verzögerungstaktiken an. Einige übergaben die Listen.

Einige begleiteten ihre Familien in die Gaskammer. Bei der Beurteilung von Schuld und Unschuld lässt Trunk den Leser nie vergessen, dass die unmöglichen Entscheidungen, vor denen die jüdischen Führer standen, von den Nazis geschaffen wurden.

Weitere Daten des Buches:

ISBN:9780803294288
Autor:
Verlag:
Einband:Taschenbuch
Erscheinungsjahr:1996
Seitenzahl:663

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