Jüdischer Primitivismus

Jüdischer Primitivismus (J. Spinner Samuel)

Originaltitel:

Jewish Primitivism

Inhalt des Buches:

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts begannen jüdische Schriftsteller und Künstler in ganz Europa, jüdische Mitbürger als Wilde oder "primitive" Stammesangehörige darzustellen.

Der Primitivismus - die europäische Wertschätzung und Faszination für so genannte "primitive", nicht-westliche Völker, die ebenfalls unterdrückt und verunglimpft wurden - war eine starke künstlerische Kritik an der modernen Welt und wurde von jüdischen Schriftstellern und Künstlern aufgegriffen, um die drängenden Fragen nach ihrer eigenen Identität und ihrem Status in Europa als Insider und Außenseiter zu erkunden. Der jüdische Primitivismus fand in der jiddischen, hebräischen und deutschen Literatur, der Fotografie und der Grafik vielfältige Ausdrucksformen, unter anderem in den Werken von Franz Kafka, Y. L.

Peretz, S. An-sky, Uri Zvi Greenberg, Else Lasker-Schler und Mo Ver.

In Jüdischer Primitivismus argumentiert Samuel J. Spinner, dass diese und andere jüdische Modernisten eine eigenständige primitivistische Ästhetik entwickelten, die durch die Verortung des Wilden in Europa die Idee des bedrohlichen Wilden außerhalb Europas, auf die sich ein Großteil des Primitivismus stützte, in Frage stellte: Im jüdischen Primitivismus ist das Wilde bereits da.

Dieses Buch bietet eine neue Bewertung der modernen jüdischen Kunst und Literatur und zeigt, wie der jüdische Primitivismus die Grenze zwischen Beobachter und Beobachtetem, Kultiviertem und "Primitivem", Kolonisator und Kolonisiertem durchbricht.

Weitere Daten des Buches:

ISBN:9781503628274
Autor:
Verlag:
Einband:Hardcover
Erscheinungsjahr:2021
Seitenzahl:272

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