
Jewish Property After 1945: Cultures and Economies of Ownership, Loss, Recovery, and Transfer
Nach 1945 tauchten Fragen nach dem Eigentum an Immobilien auf, die vor dem Zweiten Weltkrieg jüdischen Gemeinden, Opfern und Überlebenden des Holocaust und jüdischen Vertriebenen aus dem Nahen Osten und Nordafrika gehört hatten, und diese Fragen bestehen bis heute.
Studien zu diesen Besitztümern konzentrierten sich häufig auf ihren symbolischen Wert, ihren Platz in der Erinnerungskultur und in der Identitätskonstruktion sowie auf die Frage, wie viel Gerechtigkeit erreicht oder verweigert wurde. Dieser Sammelband untersucht die umstrittenen Vorstellungen von Eigentum und Besitzansprüchen, die in den Nachkriegsjahren entwickelt wurden.
Die Autoren konzentrieren sich vor allem darauf, wie die Konflikte um diese Besitztümer die sich wandelnden und konkurrierenden Vorstellungen von jüdischer Zugehörigkeit sowohl geformt als auch widergespiegelt haben. Sie zeigen, dass ihre Ergebnisse erhebliche Auswirkungen auf die Lebenserfahrungen sowohl von Juden als auch von Nicht-Juden in aller Welt hatten. Das liegt daran, dass die fraglichen Besitztümer immer ihren Wert als materielle Vermögenswerte behielten, ebenso wie sie ihren Verwaltern finanzielle Verpflichtungen und andere Verantwortlichkeiten auferlegen konnten, unabhängig von der Moralität ihres Titels.
Die einzigartige Entscheidung, Studien über europäische, nahöstliche und nordafrikanische Gemeinschaften in einem Band zusammenzufassen, stellt einen Versuch dar, eine globalere Sprache für das Nachdenken über diese Geschichten zu finden, insbesondere an ihren Berührungspunkten und gegenseitigen Bezügen. Dieses Buch wurde ursprünglich als Sonderausgabe von Jewish Culture and History veröffentlicht.