
Youth and Conflict in Israel-Palestine: Storytelling, Contested Space and the Politics of Memory
Wie werden verbotene Geschichten unter jungen Menschen in Israel/Palästina erzählt und weitergegeben? Was können wir aus ihren Geschichten über ihre alltäglichen Erfahrungen mit Segregation und politischer Gewalt lernen?
In diesem Buch wird untersucht, wie junge Menschen das Erzählen von Geschichten nutzen, um Grenzen, Erinnerungen und unsichtbare Räume zu überwinden und sich mit Fragen der Zugehörigkeit und derjenigen, die sie als die "Anderen" betrachten, auseinanderzusetzen. Die Studie ist einzigartig, weil sie Kinder aus einem breiten Spektrum von Gemeinschaften einbezieht, darunter palästinensische Flüchtlingslager und rechtsgerichtete israelische Siedlungshäuser. Das Buch zeigt, dass Grenzräume ein fruchtbarer Boden für die Weitergabe von verbotenen Geschichten und Erinnerungen sind.
Im Mittelpunkt der Untersuchung stehen junge Menschen, und Victoria Biggs argumentiert, dass das Erzählen von Geschichten viel mehr über ihre Erfahrungen und Wahrnehmungen verrät als quantitative Daten oder qualitative Interviews. Durch die Analyse der Sprache, der Metapher, der Gewalt und der in den Geschichten verwendeten Enden wird gezeigt, dass das Geschichtenerzählen ein politischer Akt ist, der eine entscheidende Rolle bei der Gestaltung der Konzepte von Gemeinschaft, Ausgrenzung und Zugehörigkeit von konfliktbetroffenen Jugendlichen spielt.