Bewertung:

Das Buch erforscht die Entwicklung von Bedeutung bei Kindern durch ihre Interaktionen mit anderen, wobei eine soziokulturelle Perspektive im Vordergrund steht. Katherine Nelson stellt einen interdisziplinären Ansatz für die Entwicklungspsychologie von Kindern vor und konzentriert sich dabei besonders auf die ersten Jahre von der Geburt bis zum fünften Lebensjahr.
Vorteile:⬤ Bietet eine aufschlussreiche theoretische Perspektive auf die kindliche Entwicklung
⬤ Bietet einen interdisziplinären Rahmen
⬤ Gut recherchierte und intellektuell ausgereifte Einsichten
⬤ Hoch gelobt für seine Darstellung der Interaktionen und der Entwicklung von Säuglingen.
Keine explizite Erwähnung in den Rezensionen.
(basierend auf 3 Leserbewertungen)
Young Minds in Social Worlds: Experience, Meaning, and Memory
Katherine Nelson rückt die Entwicklungspsychologie wieder in den Mittelpunkt und legt den Schwerpunkt auf Entwicklung und Veränderung statt auf Grundlagen und Kontinuität. Sie plädiert dafür, Kinder nicht als Wissenschaftler, sondern als Mitglieder einer Geistesgemeinschaft zu betrachten, die nicht nur danach streben, einen Sinn zu finden, sondern auch, Bedeutungen mit anderen zu teilen.
Ein Kind ist immer Teil einer sozialen Welt, doch seine Erfahrungen sind privat. Deshalb, so argumentiert Nelson, müssen wir Kinder im Kontext der Beziehungen, der interaktiven Sprache und der Kultur ihres Alltagslebens untersuchen.
Nelson stützt sich philosophisch auf den Pragmatismus und die Phänomenologie und empirisch auf eine Reihe von Entwicklungsforschungen. Ihr dynamischer Rahmen berücksichtigt ganze Systeme, die sich im Laufe der Zeit entwickeln, und präsentiert eine kohärente Darstellung der sozialen, kognitiven und sprachlichen Entwicklung in den ersten fünf Lebensjahren.
Nelson argumentiert, dass der Eintritt eines Kindes in die Gemeinschaft der Köpfe ein langsamer, allmählicher Prozess ist, der enorme Auswirkungen auf die Entwicklung des Kindes und die Erwachsenen, die es wird, hat. Originell, wissenschaftlich fundiert und pointiert, wird Young Minds in Social Worlds eine neue Generation von Entwicklungspsychologen inspirieren.