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Jungian Symbolic Psychology: The Voyage of Humanization of the Cosmos in Search of Enlightenment
In der Jungschen Symbolischen Psychologie wird der Symbolbegriff auf die gesamte individuelle und kollektive Psyche ausgedehnt. Strukturierende Symbole, Komplexe und Funktionen werden als Polaritäten ausgedrückt, die sowohl die subjektive als auch die objektive Welt umfassen.
Das Bewusstsein wird als das Zusammenspiel von fünf archetypischen Formen der Intelligenz beschrieben. Unter ihnen führt Byington die Alterität ein, in der sich die Archetypen Anima und Animus dialektisch aufeinander beziehen, was sie zum Archetyp der Demokratie, der wissenschaftlichen und künstlerischen Kreativität und der Liebe macht.
Durch diese Dialektik der Gegensätze werden die analytische Psychologie und die Psychoanalyse als komplementäre Ansätze analysiert und zur Erklärung der Schattenbildung durch Fixierungen und Abwehrmechanismen herangezogen. Auf diese Weise kann die Ethik psychodynamisch untersucht werden, und der Schatten kann mit der Sünde und dem Bösen im Individuationsprozess gleichgesetzt werden. Durch diese umfassende symbolische Perspektive wird die Psyche (in Anlehnung an Heidegger) als Wesen mit ihren drei Hauptpolaritäten - Geist-Körper, Geist-Natur und Geist-Emotionen - konzipiert, die durch Symbole ausgedrückt werden.
Der matriarchale und der patriarchale Archetyp bilden zusammen mit dem Alteritäts- und dem Totalitätsarchetyp die herrschende archetypische Quaternio, die die Grundlage für die symbolische Ausarbeitung zur Bildung des Ichs und des Bewusstseins ist.
Parallel zu Jungs Individuationsprozess hat Byington das kulturelle Selbst und den Humanisierungsprozess in Anlehnung an Teilhard de Chardin konzipiert, um eine archetypische Theorie der Geschichte zu beschreiben. Diese Theorie beinhaltet die Aktivierung des Alteritätsarchetyps, dessen mythologische Wurzel im Westen durch den Christusmythos und im Osten durch den Buddha-Mythos zum Ausdruck kommt.
Die Jungsche Symbolische Psychologie schließt mit einer Interpretation des Ödipus-Mythos, die auf der dialektischen Beziehung zwischen analytischer Psychologie und Psychoanalyse beruht.