
Imperial Lineages and Legacies in the Eastern Mediterranean: Recording the Imprint of Roman, Byzantine and Ottoman Rule
Die vergleichende Untersuchung von Imperien wurde traditionell in einer möglichst breiten globalhistorischen Perspektive durchgeführt, wobei Imperien der Neuen Welt wie die Azteken und Inkas mit der Geschichte des kaiserlichen Roms und den Imperien Chinas und Russlands im Mittelalter und in der Neuzeit verglichen wurden. Überraschenderweise gibt es nur wenige Arbeiten, die sich mit der Entwicklung der staatlichen Kontrolle und der kaiserlichen Verwaltung in ein und demselben Gebiet befassen, und zwar in einer strengen und historisch fundierten Weise über einen weiten historischen Zeitraum von der Spätantike bis zum 20.
Die Imperien Roms, Byzanz', der Osmanen und der späteren Imperialisten im 19. und frühen 20. Jahrhundert erbten oder eroberten und versuchten, sich überschneidende Teile einer gemeinsamen territorialen Basis im östlichen Mittelmeerraum zu entwickeln, und alle kämpften darum, die politischen, kulturellen und spirituellen Loyalitäten derselben einheimischen Bevölkerungsgruppen, die unter ihre Herrschaft und Verwaltung gebracht wurden, einzudämmen, zu kontrollieren oder anderweitig zu verändern.
Die Aufgabe von Imperial Lineages and Legacies in the Eastern Mediterranean besteht darin, das Gleichgewicht zwischen Kontinuität und Wandel zu untersuchen, das zu verschiedenen historischen Zeitpunkten bei der Etablierung neuer imperialer Regime herrschte, und Gemeinsamkeiten und gemeinsame Ansätze zur Bewältigung der Herausforderung imperialer Herrschaft aufzuzeigen, die ansonsten divergierende Gesellschaften und kaiserliche Verwaltungen miteinander verbanden. Das Werk umfasst die Beiträge von zwölf Wissenschaftlern, die alle in ihren jeweiligen Fachgebieten führend sind und ihre besonderen Erkenntnisse zum gemeinsamen Thema der imperialen Identität und des imperialen Erbes in der mediterranen Welt der heidnischen, christlichen und muslimischen Epochen beisteuern.