
Contesting Islam, Constructing Race and Sexuality: The Inordinate Desire of the West
Die aktuellen politischen Auseinandersetzungen im „Krieg gegen den Terror“ zeigen, dass die Interaktion innerhalb und zwischen der so genannten westlichen und der nahöstlichen Zivilisation ständig in Bewegung ist. Ein wiederkehrendes Thema ist jedoch, wie der Islam und die Muslime in der westlichen soziokulturellen Vorstellung den „Feind“ darstellen und zum „Anderen“ geworden sind, gegen den sich der Westen identifiziert.
In einer einzigartigen und aufschlussreichen Mischung aus kritischer Ethnie, feministischer und postkolonialer Theorie untersucht Sunera Thobani, wie der Islam an kritischen Punkten in der Geschichte des Westens, darunter die Kreuzzüge, die Reconquista und die Kolonialzeit, die Grundlage für die Bildung der westlichen Identität bildet. Insbesondere geht sie der Frage nach, wie Männlichkeit und Weiblichkeit an solch entscheidenden Punkten geformt werden und welche Rolle der Feminismus in den Kriegen gegen den „radikalen“ Islam gespielt hat. Indem sie diese symbiotischen Beziehungen aufzeigt, untersucht Thobani, wie die Rückkehr der „Religion“ die Rassen-, Geschlechter- und Sexualpolitik umgestaltet, durch die sich die westliche Gesellschaft selbst definiert, und zwar insbesondere gegenüber dem Islam.
Contesting Islam, Constructing Race and Sexuality packt sowohl konventionelle als auch unkonventionelle Orthodoxien aus, um neue Räume dafür zu öffnen, wie wir über sexuelle und rassische Identität im Westen und die entscheidende Rolle, die der Islam in seiner Entwicklung gespielt hat und weiterhin spielt, denken.