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Combating the Hydra: Violence and Resistance in the Habsburg Empire, 1500-1900
Combating the Hydra untersucht sowohl die strukturelle als auch die anlassbezogene staatliche Gewalt des frühneuzeitlichen Habsburgerreiches. Das Buch schildert und analysiert Angriffe auf marginalisierte, „unangepasste“ Menschen aller Art, Frauen „schlechten Rufs“, „ketzerische“ Protestanten und „Zigeuner“.
Bisher unbekannte Archivalien enthüllen den Einsatz von willkürlicher Inhaftierung, Zwangsarbeit und Deportation. Die vorgestellten Fallstudien geben Einblicke in die Ursprünge moderner staatlicher Macht durch vielfältige Techniken der Bevölkerungskontrolle, sind aber auch eine Untersuchung des Widerstands gegen Unterdrückung, Verfolgung und lebensbedrohliche Übergriffe.
Das Spektrum der Kämpfe gegen die Entwürdigung ist ein berührendes Zeugnis der Menschlichkeit der Ausgestoßenen; es reicht von geistiger und emotionaler Beharrlichkeit bis hin zur Gegengewalt. Ein Gespräch mit dem bedeutenden Historiker Carlo Ginzburg schließt die Sammlung mit der Frage nach der Bedeutung des Erinnerns an die Schrecken der Vergangenheit ab.