Bewertung:

Das Buch bietet einen investigativen Blick auf den Einfluss der Christlichen Rechten auf die lokale Politik, insbesondere in öffentlichen Schulsystemen. Es soll die Leser über die Komplexität der Christlichen Rechten und die Herausforderungen, die sie im politischen Wahlkampf darstellen, aufklären. Obwohl es wertvolle Informationen und neue Perspektiven enthält, wird das Leseerlebnis durch sein schwieriges Format und seine Organisation beeinträchtigt.
Vorteile:⬤ Gründliche investigative Berichterstattung über den Einfluss der Christlichen Rechten auf das öffentliche Bildungswesen
⬤ bietet ein neues und komplexes Verständnis der Christlichen Rechten
⬤ hebt Fallstudien hervor, die einen Einblick in die Wahlkampfdynamik geben
⬤ ermutigt die Leser, Gemeinsamkeiten über politische Grenzen hinweg zu erkennen.
⬤ Schwer zu lesen aufgrund schlechter Formatierung und Organisation
⬤ kann als langweilig und repetitiv empfunden werden
⬤ kann Anstrengung erfordern, um die Hauptideen aus langen Details zu extrahieren.
(basierend auf 3 Leserbewertungen)
School Board Battles: The Christian Right in Local Politics
Wenn es in den Vereinigten Staaten einen "Kulturkrieg" gibt, dann ist eines der interessantesten, wenn auch unauffälligen Schlachtfelder die Wahl der lokalen Schulräte. Selten erreicht der Ton dieses Kampfes die nationale Aufmerksamkeit, wie es in Kansas der Fall war, als die Schulbehörde des Bundesstaates - angeführt von mehreren ausgesprochen konservativen Christen - im August 1999 beschloss, die Evolution aus dem wissenschaftlichen Lehrplan des Bundesstaates und aus den standardisierten Tests zu streichen. Diese Maßnahme rüttelte nicht nur die Bildungs- und Wissenschaftsgemeinschaft auf, sondern auch besorgte Bürger im ganzen Land.
Während das Vordringen der christlichen Rechten in die nationale und bundesstaatliche Politik bereits gut dokumentiert wurde, ist dies das erste Buch, das ihren Einfluss auf die Politik der lokalen Schulbehörden untersucht. Während die Entscheidung in Kansas nur von kurzer Dauer war, haben in den letzten zehn Jahren in Schulbezirken im ganzen Land konservative christliche Mehrheiten dafür gestimmt, den Sexualkundeunterricht einzuschränken, Bibliotheksbücher einzuschränken, Verweise auf Schwule und Lesben aus dem Unterricht zu entfernen und die amerikanische Kultur als anderen Kulturen überlegen darzustellen.
School Board Battles untersucht die Motivation, die Strategien und den Wahlerfolg von Kandidaten der christlichen Rechten für Schulräte. Auf der Grundlage von Interviews und einer umfassenden nationalen Umfrage unter den Kandidaten sowie Fallstudien über zwei Schulbezirke, in denen konservative Christen kandidierten und in lokalen Gremien saßen, zeichnet Melissa M. Deckman ein überraschend komplexes Bild dieser Kandidaten. Sie zeigt schwächere Verbindungen zu nationalen Organisationen der Christlichen Rechten auf - und mehr Ähnlichkeiten zwischen diesen konservativen Kandidaten und ihren eher säkularen Gegenspielern, als man erwarten könnte.
Deckman geht wichtigen Fragen nach: Warum kandidieren konservative Christen für Schulbehörden? Wie groß ist der Einfluss der christlichen Rechten in den Schulgremien tatsächlich? Wie regieren konservative Christen? School Board Battles" ist ein detaillierter und tiefgründiger Blick auf eine wichtige Begegnung im "Kulturkrieg" - eine, die über die Zukunft der Jugend unseres Landes entscheiden könnte.