Bewertung:

Das Buch von Oberst Thomas E. Hanson stellt die vorherrschende Meinung, dass die US-Soldaten schlecht auf den Koreakrieg vorbereitet waren, gründlich in Frage. Auf der Grundlage gründlicher Recherchen führt der Autor das frühe Versagen der USA in diesem Konflikt auf systemische Probleme innerhalb des Militärs und auf politische Entscheidungen zurück und nicht auf die Ausbildung oder den Charakter der Soldaten. Das Buch, das sich speziell auf die Ausbildung in Japan vor dem Krieg konzentriert, bietet neue Einblicke in die Faktoren, die zu den frühen amerikanischen Niederlagen führten.
Vorteile:Das Buch präsentiert eine gut recherchierte und überzeugende Argumentation, die lang gehegte Vorstellungen über die Vorbereitung der US-Soldaten auf den Koreakrieg widerlegt. Es bietet eine klare und aufschlussreiche Untersuchung der systemischen Probleme und Führungsfehler, die zu den militärischen Unzulänglichkeiten beitrugen. Die Prosa ist auch für militärhistorisch Interessierte verständlich.
Nachteile:Das Buch ist vielleicht nicht für diejenigen geeignet, die dramatische Erzählungen oder allgemeine Militärgeschichte suchen, da es sich mehr auf Ausbildung und Personalpolitik konzentriert. Es richtet sich in erster Linie an Leser mit einem ausgeprägten Interesse oder Hintergrundwissen in Militärgeschichte.
(basierend auf 3 Leserbewertungen)
Combat Ready?: The Eighth U.S. Army on the Eve of the Korean War
In den Jahrzehnten seit dem „vergessenen Krieg“ in Korea herrschte die Meinung vor, dass die Achte Armee größtenteils aus schlecht ausgebildeten, undisziplinierten Truppen bestand, die vor dem Ansturm der kommunistischen Streitkräfte flohen. Nun argumentiert der Militärhistoriker Thomas E. Hanson, dass die Verallgemeinerungen, die Historiker und andere Soldaten über diese Truppen angestellt haben, den Zehntausenden von Soldaten, die daran arbeiteten, sich und ihre Armee für den Krieg bereit zu machen, kaum gerecht werden.
In seiner sorgfältigen Studie über die Kampfbereitschaft der Eighth Army von 1949 bis zum Ausbruch der Feindseligkeiten im Jahr 1950 räumt Hanson ein, dass die nach Korea entsandten US-Soldaten Lücken in ihrer professionellen Vorbereitung aufwiesen, von fehlender und defekter Ausrüstung bis hin zu ungleichmäßig ausgebildeten Führern auf jeder Kommandoebene. Doch nach einem Jahr fortschrittlicher, zielgerichteter und entwicklungsorientierter kollektiver Ausbildung - die weitgehend auf den Lehren aus den Kämpfen des Zweiten Weltkriegs beruhte - erwarteten diese Soldaten, den kommunistischen Feind zu besiegen.
Indem er die Zwänge anerkennt, unter denen die Eighth Army operierte, behauptet Hanson, dass Gelehrte und Soldaten in der Lage sein werden, den, wie Douglas Macarthur es nannte, „verderblichen Mythos“ der professionellen, physischen und moralischen Ineffektivität der Eighth Army abzulegen.