Bewertung:

Das Buch „Can She Bake a Cherry Pie?“ von Mary Drake McFeely untersucht die Geschichte der amerikanischen Frauenküche im 20. Jahrhundert und konzentriert sich dabei auf weiße Frauen aus der Mittelschicht. Das Buch gibt Einblicke in die Entwicklung der Esskultur und beleuchtet wichtige historische Zusammenhänge, bietet jedoch nur begrenzten wissenschaftlichen Tiefgang.
Vorteile:Das Buch ist gut geschrieben, fesselnd und leicht zu lesen, so dass es für ein breites Publikum zugänglich ist. Es enthält faszinierende Anekdoten und historische Fakten über die amerikanische Küche und weckt beim Leser Nostalgie und persönliche Erinnerungen. Die Autorin vermittelt wirkungsvoll die entscheidende Rolle, die Frauen in der kulinarischen Geschichte Amerikas gespielt haben.
Nachteile:Das Buch konzentriert sich in erster Linie auf weiße Amerikaner aus der Mittelschicht, was seinen Umfang einschränkt. Es mangelt ihm an akademischer Strenge, da es nur wenige Zitate oder Belege für seine Behauptungen enthält, was es für Ernährungswissenschaftler oder Gender Studies weniger geeignet macht. Einige Leser könnten es als zu wenig verbindlich für eine ernsthafte Recherche empfinden.
(basierend auf 2 Leserbewertungen)
Can She Bake a Cherry Pie?: American Women and the Kitchen in the Twentieth Century
Im ländlichen Amerika der Vergangenheit wurde der Ruf einer Frau manchmal durch ihren Kirschkuchen begründet - oder ihren Schokoladenkuchen oder ihre Kekse. Als Amerika sich modernisierte und Frauen das Haus verließen, in die Erwerbsarbeit eintraten und sich ihren Weg zum Erfolg in den Berufen erkämpften, blieb die Beherrschung des Kochens ein anerkanntes Zeichen dafür, dass eine Frau ihre geschlechtsspezifischen Pflichten ernst nahm.
Jahrhunderts, als Fertiggerichte und Küchengeräte das häusliche Kochen weniger wichtig und arbeitsintensiv machten, wurde die Beherrschung der Küche weiterhin nicht nur von der Gesellschaft, sondern oft auch von den Frauen selbst als Maßstab für den wahren Wert einer Frau angesehen. Dieses Buch zeigt, wie sich das Kochen im Laufe des zwanzigsten Jahrhunderts entwickelt und weiterentwickelt hat. Von Fannie Farmer bis Julia Child: Neue Herausforderungen traten an die Stelle der alten.
Frauen waren zwar immer noch an die Küche gebunden, aber aus anderen Gründen und mit der Notwendigkeit, sich neue Fähigkeiten anzueignen. Statt einfach nur die Familie zu ernähren, mussten sie nun komplexere Kochtechniken beherrschen, sich mit „ethnischen“ Küchen auskennen, die Wissenschaft der Ernährung beherrschen, sich mit dem Konsumverhalten auseinandersetzen und - was vielleicht am wichtigsten ist - ihre Männer und Kinder glücklich und gesund halten.