
Cape Fear
Martin Scorseses Cape Fear (1991) beginnt mit einer Aufnahme von Wasser und findet seinen Höhepunkt in einem reißenden Fluss. Trotz - oder vielleicht gerade wegen - des großen kommerziellen Erfolgs des Films taucht die kritische Analyse des Films in der Regel nicht unter die Oberfläche von Scorseses erstem großen Kassenschlager. Nun ist es soweit.
Jahrestag ist "Cape Fear" nun reif für eine umfassende Würdigung.
Das Remake von J. Lee Thompsons Cape Fear aus dem Jahr 1962 war ursprünglich als geradliniger Thriller für Steven Spielberg konzipiert worden. Der Autor Rob Daniel untersucht, auf welch faszinierende Weise Scorseses Stil und sein Anliegen seine Version in ein Horrorepos verwandeln. Die Liebe des Regisseurs zum Angstkino,.
Sein Katholizismus und seine filmischen Techniken führen Cape Fear in erschreckende psychologische und psychosexuelle Gewässer. In der Analyse wird auch der Einfluss der gotischen Literatur und der Märchen untersucht, und es wird gezeigt, wie akademische Ansätze zum Genre zum Verständnis des Films beitragen.