
Capital and Inequality in Rural Papua New Guinea
Dass das Großkapital die Ungleichheit in Staaten wie Papua-Neuguinea vorantreibt, ist klar genug.
Wie es das tut, ist weniger klar. Dieser Sammelband präsentiert Studien über den lokalen Kontext kapitalintensiver Projekte im Bergbau, in der Öl- und Gasindustrie sowie in der Agroindustrie in ländlichen und halbländlichen Gebieten Papua-Neuguineas.
Es geht um die Frage, was passiert, wenn das Großkapital und seine Vertreter zu bedeutenden Knotenpunkten in bisher eher lokalen sozialen Netzwerken werden. Die Autoren beschreiben die Prozesse, die durch die (geplante) Präsenz der mineralgewinnenden Industrie in Gang gesetzt werden und die dazu neigen, bereits bestehende Ungleichheiten zu verstärken oder neue Ungleichheiten zu schaffen und sozial zu verankern. Die Studien konzentrieren sich größtenteils auf die Anfänge solcher Transformationen, wenn die Hoffnungen auf soziale Verbesserungen am größten sind und die wirtschaftlichen Ungleichheiten noch am Anfang stehen. Sie zeigen, wie diese Hoffnungen und die umfassenden sozio-politischen Veränderungen, die für diese Phase charakteristisch sind, weitreichende Auswirkungen auf die Lebensweise haben, indem sie Präzedenzfälle schaffen und die soziale Verteilung von Gewinnen und Verlusten verankern. Die Kapitel befassen sich mit einer Reihe von Schauplätzen: die PNG-Pipeline für Flüssigerdgas.
Neu angelegte Eukalyptus- und Ölpalmenplantagen.
Eine geplante Kupfer-Gold-Mine.
Und eines, in dem Gerüchte über die Entwicklung durch ein ländliches soziales Netzwerk verbreitet werden, das noch nicht von tatsächlichen oder geplanten Investitionen betroffen ist. Die Analysen zeigen, dass Fragen rund um Land, Führung und Information für das aktuelle und zukünftige soziale Profil lokaler Ungleichheit in all ihren Facetten zentral sind.