Bewertung:

Das Buch erhält positives Feedback für seinen fesselnden Inhalt und die aufschlussreiche Analyse der Übergangswirtschaften, insbesondere im Kontext von Polen und Russland. Die Rezensenten schätzen die Entwicklung der Charaktere und die fesselnde Erzählung und beschreiben das Buch als einen spannenden Roman, der Mystery mit sozialwissenschaftlichen Themen verbindet.
Vorteile:⬤ Fesselnde Erzählung mit fesselnder Charakterentwicklung
⬤ aufschlussreiche Analyse der Übergangswirtschaften, insbesondere Polen und Russland
⬤ beschrieben als 'Page-Turner' und sehr empfehlenswert für Leser mit Interesse an Wirtschaft und politischer Ökonomie
⬤ attraktives Cover.
Einige Leser werden feststellen, dass die Tiefe der Analyse eine genaue Betrachtung erfordert, was zu einem oberflächlichen Leseerlebnis führen kann, wenn die Seiten zu schnell umgeblättert werden.
(basierend auf 3 Leserbewertungen)
Capital, Coercion, and Postcommunist States
Die postkommunistischen Übergänge haben zwei sehr unterschiedliche Arten von Staaten hervorgebracht. Der "vertragliche" Staat wird mit den Ländern Osteuropas in Verbindung gebracht, die sich auf demokratische Regime, einvernehmliche Beziehungen zur Gesellschaft und klare Grenzen zwischen politischer Macht und wirtschaftlichem Reichtum zubewegten.
Der "räuberische" Staat wird mit den Nachfolgestaaten der UdSSR in Verbindung gebracht, die stattdessen autoritäre Regime, Zwangsbeziehungen zur Gesellschaft und unscharfe Grenzen zwischen Politik und Wirtschaft entwickelten. In Capital, Coercion, and Postcommunist States (Kapital, Zwang und postkommunistische Staaten) zeigt Gerald M. Easter, wie das kumulative Ergebnis der vielen Kämpfe zwischen staatlichem Zwang und gesellschaftlichem Kapital um die Besteuerung zu diesen charakteristischen Übergangsergebnissen führte.
Osters Steuersoziologie des postkommunistischen Staates hebt die miteinander verknüpften Pfade hervor, die von der Finanzkrise des alten Regimes über die Einnahmeverhandlungen der Übergangssteuerregelungen bis hin zur letztendlichen Neukonfiguration der Beziehungen zwischen Staat und Gesellschaft führten. Sein konzentrierter Vergleich von Polen und Russland veranschaulicht die unterschiedlichen institutionellen Formen des Postkommunismus.
Der polnische Fall zeigt, wie Steuerkonflikte die Entstehung eines rechtsstaatlichen Vertragsstaates, eines sozial-marktwirtschaftlichen Kapitalismus und einer Zivilgesellschaft beeinflussten. Der russische Fall zeigt, wie Steuererfordernisse die Entstehung eines rechtsstaatlichen Verdrängungsstaates, eines konzessionsähnlichen Kapitalismus und einer abhängigen Gesellschaft verstärkten.