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Zu seinen Lebzeiten hat Karl Barth das gesamte religiöse Denken des zwanzigsten Jahrhunderts verändert. Jahrhunderts. Niemand hat ein höheres Ansehen oder ein überschwänglicheres Lob genossen. Für seine frühen Schriften wurde er ein Prophet genannt und mit den Reformatoren und Kierkegaard verglichen.
Papst Pius XII. sagte, dass es seit Thomas von Aquin nichts Vergleichbares zu seinem späteren Denken gegeben habe. Mit seinem Widerstand gegen den Nationalsozialismus und seiner Unterstützung für die Bekennende Kirche in Deutschland war er eine Inspiration für Christen überall. Dennoch wurde er auch als Unhold und Sadist bezeichnet, und seine Schriften wurden als eine der Hauptursachen für die Introversion vieler moderner Theologien und Phänomene wie die "Tod Gottes"-Bewegung angesehen. Seit seinem Tod ist sein Ansehen zudem in den Hintergrund getreten, da andere Anliegen als die seinen das theologische Feld dominiert haben. Dennoch kann Barth auch heute nicht ignoriert werden.
Außerdem kann man ihn immer noch genießen, denn sowohl in seinem Leben als auch in seinem Denken gibt es ein ansteckendes Element der Freude, das diejenigen, die versuchen, ihn zu verstehen, in seinen Bann ziehen kann. Indem dieses Buch Barths Leben und seine Theologie gegenüberstellt, will es sowohl eine Einführung in Barth für diejenigen sein, die mit ihm nicht vertraut sind, als auch ein kritischer Kommentar zu seiner bleibenden Bedeutung. John Stephen Bowden (1935-2010) war ein englischer anglikanischer Kleriker, Theologe und Verleger. Er wurde in Halifax, Yorkshire, geboren und erhielt seine Ausbildung an der St. Paul's School in London und am Corpus Christi College in Oxford. Er übersetzte eine Reihe von theologischen Werken, darunter Martin Noths Exodus, Aloys Grillmeiers Christus in der christlichen Tradition, Martin Hengels Judentum und Hellenismus (1975) und Henning Graf Reventlows Die Autorität der Bibel und der Aufstieg der modernen Welt (1985). Für die Übersetzungen von Hengel und Graf Reventlow wurde er zweimal mit dem Schlegel-Tieck-Preis ausgezeichnet. Insgesamt hat er mehr als 200 Bücher übersetzt. Er schrieb auch selbst eine Reihe von Büchern. Er leitete den Religionsverlag SCM Press, in dem Werke führender kontinentaler Theologen wie Martin Hengel, Gerd Theissen, Edward Schillebeeckx, Hans Kung und Jürgen Moltmann erschienen.