Bewertung:

Das Buch bietet eine detaillierte Analyse des mexikanischen Drogenkriegs und beleuchtet dabei kulturelle, politische und wirtschaftliche Faktoren. Während es für seine gründliche Recherche und aufschlussreichen Perspektiven gelobt wird, kritisieren einige Leser seine abstrakte Natur und den langatmigen, akademischen Stil.
Vorteile:⬤ Gut recherchiert und informativ
⬤ bietet einen gründlichen Hintergrund zum mexikanischen Drogenkrieg
⬤ präsentiert einen einzigartigen Rahmen der 'Geokriminalität'
⬤ fesselnd für diejenigen, die sich eingehend mit dem Thema beschäftigen
⬤ sowohl für Anfänger als auch für Experten empfohlen.
⬤ Für manche Leser zu abstrakt und trocken
⬤ liest sich eher wie eine akademische Dissertation als eine Erzählung
⬤ die Argumente können sich wiederholen und sind langatmig
⬤ es fehlt an Tiefe bei der Erklärung bestimmter Beziehungen, z.B. zwischen Kartellen und US-Geheimdiensten.
(basierend auf 8 Leserbewertungen)
Cartels at War: Mexico's Drug-Fueled Violence and the Threat to U.S. National Security
Der nun schon im sechsten Jahr andauernde Konflikt in Mexiko ist ein Mosaik aus mehreren Kriegen, die gleichzeitig stattfinden: Kartelle bekämpfen sich gegenseitig, Kartelle leiden unter Gewalt innerhalb ihrer eigenen Organisationen, Kartelle kämpfen gegen den mexikanischen Staat, Kartelle und Banden führen Krieg gegen das mexikanische Volk, und Banden bekämpfen Banden. Seit Präsident Felipe Calder n im Dezember 2006 begann, gegen die Kartelle vorzugehen, hat dieser Krieg mehr als 60.000 Menschen das Leben gekostet.
Die Ziele der Gewalt sind vielfältig - von Polizisten bis zu Journalisten, von Kliniken bis zu Diskotheken. Die Regierungen auf beiden Seiten der amerikanisch-mexikanischen Grenze waren nicht in der Lage, die Gewalt unter Kontrolle zu bringen. Der Krieg ist auf amerikanische Städte übergeschwappt und wirkt sich auf innenpolitische Fragen aus, die von der Einwanderung bis zur Waffenkontrolle reichen, so dass die Grenze zum Dreh- und Angelpunkt für die nationale und öffentliche Sicherheit geworden ist.
Auf der Grundlage von Feldforschungen entlang der Grenze und Interviews mit Beamten der Drug Enforcement Administration, des Office of National Drug Control Policy, des Verteidigungsministeriums, der U.S. Border Patrol und mexikanischen Militäroffizieren argumentiert Paul Rexton Kan, dass die politischen Reaktionen sorgfältig kalibriert werden müssen, um zu verhindern, dass die Gewalt der Kartelle weiter angefacht wird, um die Anreize für den Drogenschmuggel in die Vereinigten Staaten zu verringern und um die Erosion der mexikanischen Regierungskapazität zu stoppen.