
Maps and Travel in the Middle Ages and the Early Modern Period: Knowledge, Imagination, and Visual Culture
Der Band befasst sich mit der Welt, wie sie im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit bekannt war, und konzentriert sich auf Projekte, die sich mit der Kartierung als konzeptioneller und künstlerischer Praxis, mit visuellen Darstellungen des Raums und mit realen und fiktiven Reisezielen beschäftigen.
Karten wurden oft als einfache, objektive Konfigurationen aufgefasst. Sie stellen jedoch einen zutiefst subjektiven Rahmen mit sozialer, politischer und wirtschaftlicher Bedeutung dar.
Reiseerzählungen, ob illustriert oder nicht, können ähnliche Rahmenbedingungen ansprechen. Während der bereiste Raum oft abenteuerlich ist und von Entbehrungen, seltsamen Begegnungen und Gefahren spricht, erzählen Stadtporträts eine Geschichte von zivilisiertem Leben und Bürgerstolz. Das Buch versucht, die vielfältigen Arten und Weisen zu untersuchen, in denen Karten und Reiseliteratur die Welt begreifen, ein "Weltbild" vermitteln, den Raum darstellen und/oder Wissen definieren.
Der Band stellt die akademischen Grenzen der Kartographie in Frage, indem er die Verbindungen zwischen der Herstellung von Karten und künstlerischen Praktiken untersucht. Die Beiträge befassen sich mit einzelnen Kartenmachern, Autoren von Reiseberichten, der Kartenerstellung als künstlerischer Praxis, der Beziehung zwischen Reiseliteratur und Kartenerstellung, der Illustration in der Reiseliteratur und der Vorstellungskraft bei der Darstellung neu erforschter Welten.