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Mapping the Language of Racism: Discourse and the Legitimation of Exploitation
Die Themen "Ethnie" und "Rassismus" werden in der sozialwissenschaftlichen Literatur oft eng und einfallslos behandelt; sie werden in der Regel als Unterkategorien von "Stereotypisierung", "Vorurteil" oder "sozialer Klasse" betrachtet. In diesem spannenden neuen Buch erweitern Margaret Wetherell und Jonathan Potter ihre Arbeit über den Einsatz der Diskursanalyse, um Rassismus und Fragen der sozialen Struktur, der Machtverhältnisse und der Idologie zu behandeln.
In Teil I, Theorie und Methode, werden die gängigen soziologischen und psychologischen Theorieansätze zum Thema Rassismus überprüft und kritisiert, und es werden die Herausforderungen vorgestellt, die die Diskursanalyse an sie stellt. Außerdem wird untersucht, wie einige neuere Entwicklungen in der Literaturtheorie, dem Poststrukturalismus, der Semiotik und den Kulturwissenschaften auf die soziale und psychologische Untersuchung rassistischer Praktiken angewandt werden können.
In Teil II, Diskurs in Aktion, wird untersucht, wie weiße Neuseeländer ihre eigene Geschichte und ihr Verhalten gegenüber der Maori-Minderheit verstehen. Die Autoren vertreten die Auffassung, dass wir uns zur Bekämpfung des Rassismus mit den alltäglichen Erklärungsansätzen der normalen Menschen befassen müssen, anstatt uns auf offensichtliche Fanatiker und extremistische Gruppen zu konzentrieren. Sie kommen zu dem Schluss, dass viele "liberale" und "egalitäre" Argumente verwendet werden können, um Rassismus und Ausbeutung aufrechtzuerhalten.
Mapping the Language of Racism ist ein bahnbrechendes Buch, das wirklich neue Wege des Denkens und Handelns zu einem Thema von großer sozialer Bedeutung aufzeigt.