Bewertung:

Das Buch bietet einen umfassenden Überblick über die schwere gepanzerte Kavallerie, die so genannten Kataphrakten, in verschiedenen historischen Kontexten seit der Spätantike. Es stellt die Entwicklung dieses Kavallerietyps und seine Übernahme durch sesshafte Reiche dar und erörtert die damit verbundene Ausrüstung, Taktik und Organisation. Es wurde jedoch wegen redaktioneller Probleme, zu starker Vereinfachung und fehlender visueller Hilfsmittel wie Karten und Diagramme kritisiert.
Vorteile:Das Buch bietet eine detaillierte Geschichte der schweren gepanzerten Kavallerie, die ihre Entwicklung und ihre bedeutende Rolle in der Militärgeschichte gut nachvollzieht. Es deckt ein breites Spektrum an Beweisen und Perspektiven ab und enthält gründliche Diskussionen über verwandte Themen wie die Anpassung der Steigbügel. Der Text ist fesselnd und informativ.
Nachteile:Das Buch leidet unter redaktionellen Problemen, die dazu führen, dass sich Inhalte wiederholen und wichtige Schlachten ausgelassen werden. Es enthält einige übertriebene oder falsche Aussagen. Außerdem beeinträchtigt das Fehlen von visuellen Hilfsmitteln wie Karten und Diagrammen den Nutzen des Buches insgesamt. Einige Themen hätten eine größere Tiefe verdient, und bestimmte relevante Gruppen werden nicht behandelt.
(basierend auf 6 Leserbewertungen)
Cataphracts: Knights of the Ancient Eastern Empires
Kataphrakten waren die am stärksten gepanzerte Form der Kavallerie in der antiken Welt, bei der Reiter und Reittiere mit schweren Rüstungen ausgestattet waren.
Ursprünglich gehörten sie zu den wohlhabendsten Adligen verschiedener zentralasiatischer Steppenstämme, wie den Massegaten und Skythen, und wurden von mehreren Großreichen übernommen und angepasst. Die achämenidischen Perser, Seleukiden, Sassaniden und schließlich die Römer und ihre byzantinischen Nachfolger.
Sie waren in der Regel mit langen Lanzen bewaffnet und verbanden die Mobilität und Masse des Pferdes mit der Robustheit und soliden Kampfkraft der mit Speeren bewaffneten Phalanx. Obwohl ihre Ausrüstung und ihr Unterhalt sehr kostspielig waren (nicht zuletzt wegen des Bedarfs an geeigneten Pferden), waren sie potenzielle Schlachtengewinner und blieben viele Jahrhunderte lang im Einsatz. Erich B.
Anderson untersucht die Entwicklung, Ausrüstung, Taktik und Kampfbilanz der Kataphrakten (und der ähnlichen Clibinarii) und zeigt, wie die Feinde versuchten, sie zu bekämpfen. Dies ist eine wertvolle Studie über eines der interessantesten Waffensysteme der antiken Welt.