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Catherine the Great and the Small
Catharines Lebensweg wird begleitet von gescheiterten Liebschaften, familiären Traumata und einer unglaublichen Romanze mit dem gut aussehenden Sinisa. Der Roman führt uns durch die turbulenten Zeiten auf dem Balkan, von den achtziger Jahren bis in die Gegenwart, schildert das Aufwachsen in der Dämmerung des Kommunismus und gibt intime Einblicke in alles, was danach mit der Region geschah.
Sorgfältig ausgearbeitete Charaktere und eine meisterhafte, dynamische Erzählweise stellen Katharina die Große und die Kleine in die Reihe der allerbesten Romane, die von der Realität ihres geografischen Umfelds erzählen und für ihre überzeugenden, starken, unangepassten Charaktere in Erinnerung bleiben. Katharina ist sicherlich eine von ihnen: eine starke weibliche Stimme, die ihren Platz in ihrer Familie, unter Freunden und in den Städten, in denen sie lebt, sucht und ihre einzigartige Identität als Tochter, Enkelin, Freundin, Geliebte, Ehefrau und Mutter aufbaut.
Die prächtige Sprache dieses Romans ist gekonnt und lebendig übersetzt, und die Erzählung ist fesselnd. Auffallend ist auch die Darstellung der Figuren mit all ihren Schwächen und Marotten (und die vielleicht gerade deshalb unsere Sympathie gewinnen). Diese umfassende Sichtweise auf die Personen und Orte - ohne Wertung, ohne etwas abzulehnen - ist eine besondere Qualität. Es ist der Blickwinkel unseres größten Wahrnehmungsorgans, des Herzens, ein Gebiet, das Olja Knezevic gut kennt und sich zu eigen gemacht hat."Morelle Smith, Scottish Review.
Dies ist kein "Sie lebten glücklich bis ans Ende ihrer Tage"-Roman, nicht zuletzt, weil "Sie lebten glücklich bis ans Ende ihrer Tage" in der realen Welt nur allzu oft nicht vorkommt. Catherine kämpft, sie fällt, sie scheitert, sie rappelt sich auf, sie macht weiter, für sich selbst und für die, die sie liebt, und irgendwie schafft sie es nicht, die perfekte Situation zu erreichen, aber sie arrangiert sich mit den Menschen um sie herum, hält ihren Kopf hoch und marschiert weiter. Wir können ihr nur alles Gute wünschen.'Der moderne Roman