Bewertung:

Das Buch bietet eine umfassende und wissenschaftliche Analyse der katholischen Soziallehre, wobei ihre integrale Rolle in der Moraltheologie und ihre Entwicklung durch die Kirchengeschichte hervorgehoben wird. Während es für seine Tiefe und Klarheit gelobt wird, werden einige Bedenken hinsichtlich möglicher Voreingenommenheit in Rezensionen und der Perspektive des Autors geäußert.
Vorteile:Das Buch bietet eine gute Darstellung und Verteidigung der katholischen Soziallehre und verbindet sie sowohl mit historischen als auch mit modernen Perspektiven. Es ist gut recherchiert, bietet eine systematische Analyse der wichtigsten Dokumente und betont die Würde der menschlichen Person. Es wendet sich an Wissenschaftler, Studenten und an der katholischen Sozialethik Interessierte.
Nachteile:Es gibt einige Bedenken hinsichtlich der Objektivität der Rezensionen, und es wird der Vorwurf erhoben, dass der Verleger einseitige Werbung betreibt. Es gibt auch Kommentare, die darauf hindeuten, dass die Integrität des Autors oder seine Beziehung zu Jesus seine Sichtweise beeinträchtigen könnte.
(basierend auf 5 Leserbewertungen)
Catholic Social Teaching, 1891-Present: A Historical, Theological, and Ethical Analysis
Charles E. Curran bietet die erste umfassende Analyse und Kritik der Entwicklung der modernen katholischen Soziallehre aus der Perspektive der Theologie, Ethik und Kirchengeschichte. Curran untersucht die Methodik und den Inhalt der Dokumente der katholischen Soziallehre, die nach allgemeiner Auffassung zwölf päpstliche Schreiben, beginnend mit der Enzyklika Rerum novarum von Leo XIII. aus dem Jahr 1891, zwei Dokumente des Zweiten Vatikanischen Konzils und zwei Hirtenbriefe der amerikanischen Bischöfe umfasst.
Er behauptet, dass die grundlegende Basis für dieses Lehrwerk aus einer anthropologischen Perspektive stammt, die sowohl die angeborene Würde als auch die soziale Natur der menschlichen Person anerkennt - daher zeichnen die Lehren der Kirche zu politischen und wirtschaftlichen Fragen einen Mittelweg zwischen den beiden Extremen des Individualismus und des Kollektivismus. Die Dokumente selbst neigen dazu, jegliche Diskontinuität mit früheren Dokumenten herunterzuspielen, aber Currans systematische Analyse zeigt die bedeutenden historischen Entwicklungen auf, die im Laufe von mehr als einem Jahrhundert stattgefunden haben. Obwohl Curran die vielen Stärken dieser Lehre sehr schätzt, weist er auch auf die Schwächen und anhaltenden Spannungen in der katholischen Soziallehre von heute hin.
Dieser Band richtet sich an Wissenschaftler und Studenten der katholischen Sozialethik sowie an diejenigen, die in der katholischen Sozialarbeit tätig sind, und wird auch nichtkatholische Leser ansprechen, die an einem Verständnis und einer Bewertung der katholischen Soziallehre interessiert sind.