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Keepin' It Hushed: The Barbershop and African American Hush Harbor Rhetoric
In Keepin' It Hushed: The Barbershop and African American Hush Harbor Rhetoric (Der Friseurladen und die afroamerikanische Hush Harbor Rhetorik) untersucht Vorris L. Nunley die Rolle des Hush Harbor (ein sicherer Ort für die freie Meinungsäußerung unter afroamerikanischen Sprechern) als produktiver Raum der rhetorischen Tradition und Wissensgenerierung. Nunley identifiziert den Barbershop als einen wichtigen Hush Harbor insbesondere für schwarze Männer und zeichnet die mächtige kulturelle Trope und ihre verborgene Tradition afroamerikanischen Wissens in verschiedenen Texten nach. Von Dunbars We Wear the Mask bis zu den jüngsten Barbershop-Filmen und der provokativen Rhetorik von Reverend Jeremiah Wright berührt Nunleys Studie eine Reihe von Zeiträumen und Genres.
Nunleys Einführung verbindet die African American Hush Harbor Rhetoric (AAHHR) mit alltäglichen Überlegungen darüber, was in der Öffentlichkeit gesprochen werden darf und wie afroamerikanische Sprecher mit zahlreichen versteckten Abschriften umgehen. In den ersten drei Kapiteln stellt Nunley verschiedene Iterationen von Hush Harbors und ihre Funktion im Kontext residualer und neu entstehender rhetorischer Traditionen dar. Er untersucht die Theorie der öffentlichen Sphäre und ihre Anwendung (und Fehlanwendung) auf die schwarze Zivilgesellschaft und die Hush Harbors und bringt AAHHR mit nommo, der Macht des Wortes, in Verbindung. In den Kapiteln 4 und 5 untersucht Nunley die Allgegenwart der Hush-Harbor-Trophäe in der afroamerikanischen Kultur und betrachtet Barbershops als pädagogische Orte, wobei er Literatur, Poesie, Philosophie und Film für seine Argumentation heranzieht. In Kapitel 6 analysiert er den Barbershop-Film im Detail und argumentiert, dass die kommodifizierte, neoliberale Version von AAHHR keinen Hush Harbor darstellte, obwohl dies angeblich das Ziel war.
Keepin' It Hushed schließt mit einer Präsentation einer Hush-Harbor-Pädagogik in Kapitel 7 und einer markanten Analyse der Hush-Harbor-orientierten Reden des damaligen Senators Obama und des Rev. Jeremiah Wright. Rhetoriker und Leser, die sich für das afroamerikanische Leben und die afroamerikanische Kultur interessieren, werden die überzeugende Analyse in Nunleys Band zu schätzen wissen.