
No Country for Nonconforming Women: Feminine Conceptions of Lusophone Africa
Kap Verde, Mosambik und Angola sind drei junge Nationalstaaten, die durch eine lange koloniale Vergangenheit, einen erfolgreichen Befreiungskrieg und eine sozialistische Geschichte nach der Unabhängigkeit gekennzeichnet sind.
In dieser Studie wird untersucht, wie die literarischen Werke der Autorinnen Dina Sal stio (Kap Verde, 1941-), Paulina Chiziane (Mosambik, 1955-) und Ros ria da Silva (Angola, 1959-) einen gemeinsamen Modus Operandi und thematischen Rahmen haben. Indem sie die Funktionsweise des Patriarchats in der sozialistischen und demokratischen Ära schildern und die weiblichen Erinnerungen daran wieder aufgreifen, liefern sie eine kontextbezogene Reflexion über die Situation der kapverdischen, mosambikanischen und angolanischen Frauen.
Gleichzeitig erforschen die Autorinnen die Strategien, die diese Frauen in ihrem spezifischen Umfeld anwandten, um hegemoniale patriarchalische Weltbilder zu dekonstruieren. Maria Tavares ist Dozentin für Portugiesische Studien an der Queen's University, Belfast.