Bewertung:

Das Buch hat eine Mischung aus positiven und kritischen Rezensionen erhalten, die sich auf die Erforschung des Selbst durch die Brille der Neurowissenschaft und der östlichen Philosophie konzentrieren. Viele Leser fanden es aufschlussreich und zugänglich und erhielten wertvolle Einblicke in die Natur des Bewusstseins und die Illusion des „Selbst“. Einige waren jedoch der Meinung, dass es komplexe Ideen zu sehr vereinfacht oder manchmal nicht fesselnd ist.
Vorteile:Die Leser schätzten den klaren Schreibstil, die therapeutischen Einsichten und die Integration von Wissenschaft und Spiritualität. Viele fanden die Konzepte des Nicht-Selbst und der Funktionsweise des Gehirns anregend und lebensverändernd. Die fesselnden Gedankenexperimente und die Zugänglichkeit wurden als große Stärken hervorgehoben.
Nachteile:Einige Kritiker bemängelten, das Buch sei zu simpel oder es fehle ihm an Inspiration. Es wurde erwähnt, dass der Autor manchmal den Fokus verliert, und es wurde der Wunsch nach einer tieferen Erforschung bestimmter Konzepte geäußert. Einige Leser waren auch der Meinung, dass die wissenschaftlichen Erklärungen vom erfahrungsbezogenen Verständnis der Spiritualität ablenken.
(basierend auf 282 Leserbewertungen)
No Self, No Problem: How Neuropsychology Is Catching Up to Buddhism
Während seines Studiums Anfang der 1990er Jahre bemerkte Chris Niebauer auffällige Parallelen zwischen den neuesten Entdeckungen in der Psychologie und den Neurowissenschaften sowie den Lehren des Buddhismus, des Taoismus und anderer östlicher Denkschulen. Als er seine Erkenntnisse einem Professor vorstellte, wurden seine Ideen schnell als "reiner Zufall, nichts weiter" abgetan.
Heute, 20 Jahre später, ist Niebauer promoviert und hat einen festen Lehrstuhl inne, und die Verbindung zwischen Buddhismus und Neurowissenschaften, die er als Student entdeckte, ist praktisch ein eigenes Genre im Buchhandel. Niebauer zufolge fangen wir jedoch gerade erst an, die Verbindung zwischen östlicher Philosophie und den neuesten Erkenntnissen der Psychologie und Neurowissenschaft zu verstehen und zu begreifen, was diese assimilierten Ideen für die menschliche Erfahrung bedeuten.
In diesem bahnbrechenden Buch schreibt Niebauer, dass die neueste Forschung in der Neuropsychologie nun einen grundlegenden Lehrsatz des Buddhismus bestätigt, der Anatta oder die Lehre vom "Nicht-Selbst" genannt wird. Niebauer schreibt, dass unser Selbstgefühl, oder das, was wir gemeinhin als Ego bezeichnen, eine Illusion ist, die ausschließlich von der linken Gehirnhälfte erzeugt wird. Niebauer weist darauf hin, dass dies nicht bedeutet, dass das Selbst nicht existiert, sondern dass es auf dieselbe Weise existiert wie eine Fata Morgana mitten in der Wüste, nämlich als Gedanke und nicht als Ding. Seine Schlussfolgerungen haben erhebliche Auswirkungen auf einen Großteil der modernen psychologischen Methoden, die seiner Meinung nach einen Großteil ihrer Zeit damit verbringen, etwas zu reparieren, das nicht da ist.
Das Besondere an diesem Buch ist, dass Niebauer eine Reihe von Übungen anbietet, die es dem Leser ermöglichen, diese Wahrheit selbst zu erfahren, sowie zusätzliche Werkzeuge und Praktiken, die er nach der Lektüre des Buches anwenden kann, die alle darauf abzielen, die Art und Weise zu verändern, wie wir die Welt erleben - eine Art und Weise, die auf dem Sein und nicht auf dem Denken basiert.