Bewertung:

In den Rezensionen wird 'Leaving No Stone Unturned - An Extraordinary Challenge' für seine Klarheit und wissenschaftliche Herangehensweise an das Altgriechische gelobt, insbesondere in Bezug auf die Septuaginta. Die Rezensenten schätzen die Fallstudien des Autors und den Wert des Werks für diejenigen, die sich für den griechischen Wortschatz und seine Auswirkungen auf die Bibelübersetzung interessieren.
Vorteile:Klare und prägnante Darstellung, ausgezeichnete Fallstudien, wertvoll für Altgriechisch-Forscher, nützlich für das Verständnis der griechischen Terminologie in biblischen Kontexten.
Nachteile:Könnte für Leser, die mit griechischen Inschriften weniger vertraut sind, eine Herausforderung darstellen, und der spezifische inhaltliche Schwerpunkt könnte die Attraktivität für eine breitere Leserschaft einschränken.
(basierend auf 2 Leserbewertungen)
No Stone Unturned: Greek Inscriptions and Septuagint Vocabulary
Für das Verständnis des biblischen Griechisch im Kontext wurde die Bedeutung der Entdeckungen von Papyri schon früh im zwanzigsten Jahrhundert erkannt, während die Inschriften im Vergleich dazu unerforscht blieben.
Diejenigen Wissenschaftler, die sich den Inschriften zuwenden wollten, wurden durch ihre Arbeit an den Papyri und durch die Überzeugung, dass diese die besseren Ergebnisse liefern würden, aufgehalten. Infolgedessen hat man sich zu sehr auf die Papyri konzentriert und die biblischen griechischen Wörter nur durch ihre Brille betrachtet, was zu dem Schluss führte, dass das Griechische spezifisch ägyptisch und volkstümlich ist.
Dieser Band erweitert den Fokus auf die Wörter der Septuaginta, indem er zeigt, dass die Inschriften, die aus einer größeren geografischen Region als die Papyri stammen und eine größere Bandbreite an Registern enthalten, eine Quelle darstellen, die nicht unberührt bleiben sollte. Dieses Werk erläutert den aktuellen Stand der Erforschung des Septuaginta-Wortschatzes und skizziert die konkurrierenden Rollen von Papyri und Inschriften bei der Auslegung, einschließlich der Grenzen einer ausschließlichen Konzentration auf Papyri. Die praktischen Probleme, die sich einem Bibelwissenschaftler im Umgang mit Inschriften stellen, werden dargestellt, und es werden einige Hinweise für diejenigen gegeben, die die Ressourcen weiter erforschen möchten.
Abschließend werden Beispiele dafür angeführt, wie Inschriften unser Verständnis des Septuaginta-Wortschatzes erhellen und dadurch Aufschluss über die sozio-historische Stellung der Septuaginta geben können. Die Ursprünge scheinbar neuer Wörter in der Septuaginta, die semantische und grammatikalische Funktion von Wörtern sowie die geografische Verbreitung und das Register zeigen, dass weitere Untersuchungen auf diesem Gebiet notwendig sind.