Bewertung:

Die Rezensionen spiegeln ein gemischtes Echo auf die Biografie von Edith Wharton wider. Während einige Leser die Gründlichkeit und den Reichtum der Recherche schätzen, vermissen andere emotionale Tiefe und persönliche Einblicke in Whartons Leben.
Vorteile:Die Biografie wird dafür gelobt, dass sie eine umfassende literarische Darstellung von Edith Whartons schriftstellerischem Leben ist, die sich auf umfangreiche dokumentarische und archivarische Recherchen stützt. Auch die Einbeziehung des finanziellen Kontextes in Bezug auf Whartons Ausgaben und die gegensätzlichen amerikanischen und französischen Rezensionen ihrer Werke werden geschätzt. Bestimmte Kapitel, wie ihre Hilfsarbeit während des Ersten Weltkriegs und ihr ergreifender Tod, werden als bewegend und bedeutsam hervorgehoben.
Nachteile:Kritiker bemängeln einen Mangel an emotionalem Engagement und bringen ihre Enttäuschung darüber zum Ausdruck, dass das Buch trocken wirkt und sich zu sehr auf architektonische Details und Reiserouten konzentriert, anstatt auf persönliche Erfahrungen und kreative Prozesse. Das schnelle Voranschreiten durch Whartons frühe Jahre und die unzureichende Behandlung ihrer Geschichten im Vergleich zu ihren Romanen schmälern ebenfalls die Wirkung der Biografie.
(basierend auf 3 Leserbewertungen)
No Gifts from Chance: A Biography of Edith Wharton
Die erste neue Biografie von Amerikas führender Literatin seit zwanzig Jahren, No Gifts from Chance, präsentiert eine Edith Wharton für unsere Zeit.
Weit entfernt von dem emotional zurückgezogenen und neurasthenischen Opfer früherer Porträts zeigt sie sich hier als ehrgeizige, disziplinierte und selbstbestimmte Frau, die ihr Leben nach ihren eigenen Wünschen gestaltete. Shari Benstocks Biografie stützt sich auf Regierungsunterlagen, juristische und medizinische Dokumente sowie kürzlich geöffnete Sammlungen von Whartons Briefen und bietet neue Informationen über die sogenannten Schlüsselgeheimnisse ihres Lebens: die Frage nach ihrer Vaterschaft, ihre gestörten Beziehungen zu ihrer Mutter und ihren älteren Brüdern, ihre Ehe mit dem manisch-depressiven Teddy Wharton und ihre außereheliche Affäre mit Morton Fullerton.